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Tötungsdelikt in Chemnitz : Anklage gegen einen Tatverdächtigen

  • Aktualisiert am

Ein Grabkreuz, Fahnen, Blumen und Kerzen stehen an der Stelle, an der ein 35 Jahre alter Deutscher in der Nacht zum 26. August Opfer einer tödlichen Messerattacke geworden war. Bild: dpa

Nach der Gewalttat war es in Chemnitz zu fremdenfeindlichen Übergriffen, rechten Demonstrationen und Anschlägen auf ausländische Restaurants gekommen. Jetzt wurde gegen einen der Verdächtigen Anklage erhoben.

          Gut vier Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Chemnitz hat die dortige Staatsanwaltschaft gegen einen der Tatverdächtigen Anklage erhoben. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, wird dem in Untersuchungshaft befindlichen Syrer gemeinschaftlicher Totschlag sowie gemeinschaftlicher versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

          Laut Staatsanwalt soll der Asylbewerber am 26. August gemeinsam mit einem auf der Flucht befindlichen Iraker den 35 Jahre alten Deutschen durch Messerstiche getötet haben. Zudem sollen beide einem weiteren Mann eine schwere Stichverletzung im Rücken beigebracht haben. Das Verfahren gegen den Iraker wird den Angaben zufolge abgetrennt.

          Ob auch ein dritter Tatverdächtiger angeklagt werde, werde in absehbarer Zeit entschieden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dieser Mann, ebenfalls Syrer, war Mitte September aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

          Nach der Gewalttat war es in Chemnitz zu fremdenfeindlichen Übergriffen, rechten Demonstrationen und Anschlägen auf ausländische Restaurants gekommen.

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