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Verstoß gegen EU-Recht? : Tinder und Grindr sollen Nutzer-Daten verkauft haben

  • Aktualisiert am

Tinder soll laut dem Bericht von Verbraucherschützern Nutzerdaten mit mindesten 45 Unternehmen geteilt haben. Bild: dpa

Apps, darunter die Dating-Plattformen Tinder und Grindr, sollen sensible Daten ihrer Nutzer weitergegeben haben. Verbraucherschützer werfen den Betreibern Verstoß gegen europäisches Recht vor.

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          Verbraucherschützer werfen den Betreibern mehrerer beliebter Apps vor, die persönlichen Daten ihrer Nutzer an Dritte zu verkaufen. Unter anderen habe die bei homosexuellen Männern beliebte Dating-App Grindr Informationen über die sexuelle Orientierung ihrer Nutzer weitergegeben, kritisierte der norwegische Verbraucherrat in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Damit verstießen die Betreiber gegen europäisches Recht.

          Auch die GPS-Daten, IP-Adressen und Angaben zu Alter sowie Geschlecht seien zu Werbezwecken an mehrere Unternehmen weitergereicht worden. In der Kritik steht demnach auch die Dating-App Tinder, die laut dem Bericht Nutzerdaten mit mindestens 45 Unternehmen der Match Group teilte. Auch die an Muslime gerichtete App Qibla Finder, die Perioden-App MyDays sowie die für Kinder konzipierte Anwendung My Talking Tom 2 sollen Daten weitergegeben haben.

          Für den Bericht „Out of control“ („Außer Kontrolle“) hatten die Verbraucherschützer zehn Apps untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass „die Werbebranche systematisch gegen das Gesetz verstößt“. 20 Monate nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung würden die Verbraucher immer noch umfassend ausgespäht und hätten „keine Möglichkeit, in Erfahrung zu bringen, welche Unternehmen ihre Daten verarbeiten und wie sie gestoppt werden können“, kritisierte die Organisation.

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