https://www.faz.net/-gum-7p6uz

Todesstrafe in Amerika : Texas beharrt auf Hinrichtung mit Giftspritze

  • Aktualisiert am

Das „Death House” in einem texanischen Gefängnis Bild: picture-alliance / dpa

Nach einem schweren Zwischenfall bei einer Exekution im Bundesstaat Oklahoma wurde ein Hinrichtungsmoratorium erlassen. Die Justiz in Texas aber hält an Hinrichtungen mit Giftspritze fest.

          Ungeachtet eines Hinrichtungsmoratoriums im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma, das nach einer schweren Panne bei der Exekution eines Todeskandidaten erlassen wurde, hält die Justiz in Texas an einer für Dienstag angesetzten Hinrichtung fest. Ein Bundesrichter lehnte einen Antrag auf Aufschub der Exekution von Robert James Campbell am Freitag ab. Campbells Anwältin hatte argumentiert, seinem Mandanten drohe möglicherweise eine ähnlich „entsetzliche“ Tortur wie Clayton Lockett in Oklahoma.

          Locketts Exekution war am 29. April nach wenigen Minuten abgebrochen worden, weil es Probleme mit der Giftinjektion gab. Medienberichten zufolge wand er sich im Todeskampf vor Schmerzen. Erst 43 Minuten nach Verabreichung der nicht erprobten Giftmischung erlitt er einen tödlichen Herzinfarkt. Der Vorfall befeuerte die Debatte über die Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Die Justiz in Oklahoma ordnete die Aussetzung aller Exekutionen für ein halbes Jahr an.

          Die amerikanischen Strafvollzugsbehörden haben seit längerem Nachschubprobleme bei den Mitteln für die Giftspritzen, da sich die europäischen Hersteller der lange verwendeten Substanzen weigern, diese weiter für Hinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Mehrere Bundesstaaten haben daher neue und nicht erprobte Giftmischungen von nicht bundesweit zertifizierten Herstellern ausprobiert.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Fast-Fashion-Tracht : Dirndl für alle

          Eine große Modekette entdeckt das Oktoberfest für sich – mit günstigen Trachten für die Massen. In München kommt das nicht gut an.
          Die meisten Manager finden ihren Job heute schwerer als früher (Symbolbild).

          Studie : Fast niemand will mehr Manager werden

          Es breitet sich die Manager-Müdigkeit aus: Beruflich wollen in Zukunft nur noch wenige eine Führungsposition übernehmen, wie eine neue Studie zeigt. Die Autoren mahnen die Unternehmen auf zu handeln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.