https://www.faz.net/-gum-7wver

Gedenken an ihrem Geburtstag : Tausende trauern um Tugçe

  • Aktualisiert am

Gedenken an die Lehramtsstudentin Tugce Albayrak in Offenbach Bild: Eilmes, Wolfgang

Trauer um Tugçe A.: Die 23 Jahre alte Studentin ist knapp zwei Wochen nach einem Prügelangriff für hirntot erklärt worden. Freunde und Bekannte wollen am Freitagabend vor der Klinik ihre Anteilnahme ausdrücken. Es ist ihr Geburtstag.

          1 Min.

          Tausende trauern um die Studentin Tugçe A, die Ärzte knapp zwei Wochen nach dem Angriff auf einem Parkplatz vor einem Schnellrestaurant in Offenbach für hirntot erklärt haben. Dies teilte das Krankenhaus im Einvernehmen mit den Angehörigen der Studentin aus Gelnhausen am Donnerstag mit. In den sozialen Netzwerken bringen seit den ersten Medienberichten über den Hirntod Tausende ihre Trauer und Fassungslosigkeit über die Tat zum Ausdruck.

          Unter dem Motto „Tugçe zeigte Zivilcourage, zeigen wir ihr unseren Respekt“ wollen sich am Freitagabend (18.00 Uhr) zahlreiche Menschen vor dem Krankenhaus versammeln. Es ist Tugçes Geburtstag: Sie ist an dem Tag 23 Jahre alt geworden. Bei Facebook sagten mehr als 3000 Menschen ihr Kommen zu. Unklar war, ob an dem Tag auch - wie zunächst geplant - die Geräte abgeschaltet werden, die nach dem Hirntod noch Körperfunktionen am Leben halten.

          Wieso der Streit am frühen Morgen des 15. Novembers derart eskalierte, ist noch immer nicht ganz geklärt. Ein 18-Jähriger hatte die junge Frau auf dem Parkplatz vor dem Fast-Food-Lokal mit einem Schlag niedergestreckt. Sie fiel und erlitt schwerste Kopfverletzungen, von denen sie sich nicht mehr erholte. Ein Video, das den Ermittlern vorliegt, zeigt die Ereignisse auf dem Parkplatz.

          Suche nach Zeuginnen

          Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft, schweigt aber. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Von den beiden Mädchen, denen Tugçe offenbar vor dem Streit in einem Akt von Zivilcourage helfen wollte, fehlt noch immer jede Spur. Die Polizei sucht sie als wichtige Zeuginnen.

          Die auf 13 bis 16 Jahre geschätzten Mädchen sollen an dem Samstagmorgen betrunken gewesen und im Toilettenbereich von dem 18-Jährigen sowie anderen jungen Männern belästigt worden sein. An der Auseinandersetzung nicht beteiligte Gäste hatten die Situation den Ermittlungen zufolge zunächst beruhigen und die Männer nach oben bringen können. Wieso es dann vor dem Lokal noch einmal zu dem Streit kam, ist noch ungeklärt.

          Weitere Themen

          Moderator Walter Freiwald gestorben

          Nach Krebserkrankung : Moderator Walter Freiwald gestorben

          Bekannt geworden war Walter Freiwald vor allem mit der Sendung „Der Preis ist heiß“. Erst kürzlich hatte er seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Nun ist er im Alter von 65 Jahren gestorben.

          Leichtes Erdbeben in Niedersachsen

          Landkreis Verden : Leichtes Erdbeben in Niedersachsen

          Im Landkreis Verden in Niedersachsen ist ein Erdbeben der Stärke 3,0 gemessen worden. Bei Polizei und Feuerwehr gingen zahlreiche Notrufe ein. Verletzte wurden bislang jedoch nicht gemeldet.

          Topmeldungen

          Hinter den Häusern und Kirchen der Innenstadt in München sind am Morgen die Berge sichtbar.

          Bauvorhaben und Infrastruktur : Bayern und seine Schwächen

          Bayern steht gut da, doch auch im Freistaat hakt es mancherorts außerordentlich. In München droht gar ein verkehrspolitisches Desaster – das bald womöglich den Vergleich mit dem Berliner Flughafen nicht mehr scheuen muss.
          Der amerikanische Präsident Donald Trump gemeinsam mit Apple-Chef Tim Cook in einem Computerwerk in Austin, Texas

          Freundschaftstest : Trump macht Apple Hoffnung

          Tim Cook empfängt den Präsidenten zum Fototermin in einem Computerwerk in Texas. Dieser nützt die Kulisse für Attacken gegen seine politischen Gegner – und signalisiert, dass Apple von Strafzöllen verschont werden könnte.
          Peter Feldmann bei einem Besuch im Awo-Jugendhaus im Frankfurter Gallusviertel im Jahr 2014.

          Peter Feldmann und die Awo : Das Schweigen des Oberbürgermeisters

          Weil die Arbeiterwohlfahrt seine Ehefrau zu ungewöhnlich guten Konditionen beschäftigt haben soll, steht Peter Feldmann stark unter Druck. Die Awo rechtfertigt derweil die hohe Bezahlung der Frau des Frankfurter Oberbürgermeisters – und hat noch in einem anderen Fall Probleme.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.