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Täter entkommen : Zwei Türsteher vor Schöneberger Diskothek angeschossen

  • Aktualisiert am

Aus einem vorbeifahrenden Auto heraus zielen Unbekannte auf einen Club in Berlin. Sie treffen zwei Türsteher und einen unbeteiligten Wagen. Der Fall weckt Erinnerungen an einen Mord im Jahr 2013.

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          Zwei Türsteher sind in Berlin-Schöneberg vor einer Diskothek angeschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, gaben Unbekannte in der Nacht zum Sonntag aus einem Fahrzeug heraus mehrere Schüsse auf den Eingang des Clubs ab. Die beiden Türsteher im Alter von 26 und 36 Jahren wurden an den Beinen getroffen.

          Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Einer konnte nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen werden, der andere blieb zunächst dort.

          Auch ein vorbeifahrendes Auto eines Unbeteiligten bekam Schüsse ab, weil die Täter von der gegenüberliegenden Seite der Hauptstraße zielten. Dort und auf der Mittelinsel lagen später mehrere Hülsen. Der Fahrer des getroffenen Wagens blieb unverletzt.

          Unterwegs in schwarzem SUV

          In Medienberichten wurden Augenzeugenberichte zitiert, nach denen der oder die Täter in einem schwarzen SUV unterwegs gewesen sein sollen. Ein Sprecher der Polizei sagte dazu, die Ermittlungen dauerten an. Nach der Attacke fuhr der Wagen weiter in Richtung Potsdamer Straße.

          Der Hintergrund der Tat ist noch unklar. Die Mordkommission ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Den Club „Havanna“ gibt es seit 1997. Er ist bekannt für Salsa- und Black-Music-Partys.

          Die Hauptstraße war zwischen Akazien- und Eisenacher Straße stundenlang auf beiden Seiten gesperrt. Busse der BVG mussten umgeleitet werden.

          Die Tat erinnert an tödliche Schüsse, die im Jahr 2013 auf einen Türsteher vor einem Club auf dem Gelände der Kulturbrauerei abgegeben wurden. Das Opfer stand allein vor dem Club, als vier Schüsse fielen. Drei Rocker wurden vor dem Landgericht wegen Mordes angeklagt, im vergangenen Jahr aber aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Der Türsteher galt als friedfertig und soll keine Verbindung in die Rocker-Szene gehabt haben. Die Tat ist weiter ungeklärt.

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