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Täter auf der Flucht : Entführte Frau in Erfurt aufgegriffen

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Erfurt: Polizisten sind am Stadtrand auf der Suche nach einem Messerangreifer. Bild: dpa

Ein Polizeihubschrauber kreist über dem Hauptbahnhof, Spezialkräfte sind mit Fährtenhunden im Stadtzentrum im Einsatz – in Erfurt läuft seit den frühen Morgenstunden eine Großfahndung nach einem Messerstecher.

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          Die Polizei hat die in Erfurt mutmaßlich von ihrem Ex-Freund entführte 34-Jährige gefunden. „Kurz vor 14.00 Uhr konnte wir die geschädigte Frau aufgreifen“, teilten die Beamten am Donnerstag via Twitter mit. Sie sei leicht verletzt und einem Arzt vorgestellt worden. Die 34-Jährige soll am frühen Morgen von dem 41-Jährigen gewaltsam aus ihrer Wohnung geholt worden sein. Der aus Litauen stammende Mann ist noch nicht gefasst. Auf der Flucht mit der Frau hatte er einen unbeteiligten Passanten niedergestochen und schwer verletzt. Die Polizei teilte mit, die Fahndung nach dem Gewalttäter intensivieren zu wollen.

          Nach Polizeiangaben war der 41-Jährige gegen 4.30 Uhr über den Balkon in die etwa vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegende Wohnung der Frau gestiegen. Er habe sich ein Messer genommen, die Frau bedroht und aus der Wohnung gezerrt. Zum Tatzeitpunkt habe sich ein weiterer Mann in der Wohnung aufgehalten. In welcher Beziehung er zu der Frau steht, war zunächst unklar. Er blieb unverletzt.

          Die Polizei warnte davor, im Bereich Hauptbahnhof, Güterbahnhof und Weimarische Straße (B7) Anhalter mitzunehmen, da der Angreifer möglicherweise noch bewaffnet sei. „Niemand mitnehmen, Abstand halten, 110 rufen!“, schrieben die Beamten auf Twitter. Über dem Bahnhofsgelände kreiste ein Hubschrauber, Spezialkräfte des Landeskriminalamts sowie Fährtenhunde waren im Einsatz.

          Wegen der Suche sei der Erfurter Hauptbahnhof für knapp eine Stunde gesperrt worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin. Züge seien zurückgehalten worden oder vorzeitig umgekehrt. Wie viele Züge betroffen waren, konnte der Sprecher nicht sagen. Seit 7.40 Uhr könne der Bahnhof wieder angefahren werden, hieß es.

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