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Verdächtiger festgenommen : Mann sticht auf Frau in Sydney ein und verfolgt Passanten

  • Aktualisiert am

Ein Absperrband hält Passanten von dem Tatort fern, an dem ein Mann in Sydney auf eine Frau eingestochen hat. Bild: AP

Ein Mann verfolgt in Sydney mit einem Küchenmesser Passanten und sticht auf eine Frau ein. Passanten überwältigen den Mann. Wenig später wird in der Nähe des Tatorts eine Leiche gefunden.

          In der Innenstadt von Sydney hat ein 21 Jahre alter Mann am Dienstag mit einem Metzgermesser um sich gestochen und eine Frau getötet. Der Mann konnte von drei Passanten überwältigt werden, noch bevor die Polizei eintraf. Nach Angaben der australischen Behörden gibt es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. In Medienberichten hieß es, der Messerstecher sei kurz zuvor aus einer Psychiatrie-Klinik ausgebrochen. Dafür gab es von der Polizei zunächst aber keine Bestätigung.

          Der Zustand der schwerverletzten 41 Jahre alten Frau ist der Polizei zufolge stabil. Der Verdächtige habe mehrfach versucht, weitere Menschen mit dem Messer anzugreifen, teilte die Polizei mit. Die Beamten wollten sich noch nicht auf ein Motiv festlegen. Seine Kollegen würden die Ermittlungen „sehr unvoreingenommen“ fortsetzen, sagte Polizeisprecher Gavin Wood.

          Kurz nachdem der Mann überwältigt worden war, entdeckte die Polizei in einer nahe gelegenen Wohnung die Leiche einer 21-Jährigen. Polizeichef Mick Fuller sagte, alle Indizien wiesen darauf hin, dass die Taten miteinander in Zusammenhang stünden. Nach seinen Angaben handelte der Mann allein.

          Die Augenzeugin Megan Hayley sagte der Nachrichtenagentur AFP, der etwa 20 bis 30 Jahre alte Mann habe kurz nach Mittag mit einem großen Küchenmesser in einem geschäftigen Büroviertel mehrere Menschen verfolgt. „Fünf oder sechs“ Passanten hätten versucht, ihn aufzuhalten. Vor zwei beliebten Cafés im Herzen der Innenstadt sei es ihnen dann gelungen, den Angreifer auf den Boden zu drücken. Die Polizei lobte den Mut der Passanten. „Diese Menschen sind Helden“, sagte Wood.

          Im November vergangenen Jahres war ein aus Somalia stammender Mann in der Innenstadt von Melbourne mit einem Messer auf Passanten losgegangen. Er erstach einen Cafébesitzer und verletzte zwei weitere Passanten. Dann attackierte er eintreffende Polizisten und wurde schließlich von einem der Beamten erschossen. Nach Behördenangaben berief sich der Angreifer auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat, hatte aber keinen direkten Kontakt zu ihr.

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