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Studie : Nicht einmal drei Prozent aller Einbrecher werden verurteilt

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Über 150.000 Einbrüche gab es 2014 in Deutschland Bild: dpa

In Deutschland werden nur sehr wenige Einbrecher rechtskräftig verurteilt. Die Aufklärungsquote liegt zwar deutlich höher – doch zu einer Anklage kommt es selten.

          Nur 2,6 Prozent aller Einbrecher werden nach einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) am Ende verurteilt. Dies habe die Auswertung von 3668 von der Polizei im Jahr 2010 in Berlin, Bremerhaven, Hannover, München und Stuttgart registrierten Einbrüchen ergeben, teilte das KFN am Dienstag mit. Damit liegt der Anteil der tatsächlich zur Rechenschaft gezogenen Einbrecher noch deutlich unter der Aufklärungsquote der Polizei, die 2014 bei Einbrüchen im Bundesschnitt bei 15,9 Prozent lag.

          Bei über zwei Drittel aller Fälle, die von der Polizei mit der Ermittlung eines Tatverdächtigen als aufgeklärt verbucht wurden, hielt die Staatsanwaltschaft die Beweislage für zu dünn, ergab die KFN-Untersuchung. Kam es doch zu einer Anklage, so wurden davon etwa 75 Prozent der Tatverdächtigen verurteilt. Zur Überführung von Tätern erwiesen sich vor allem Fingerabdrücke und DNA-Spuren sowie Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras als erfolgreich.

          Um der bundesweit seit Jahren steigenden Zahl von Einbrüchen – im Jahr 2014 gab es 152.123 Fälle – entgegenzuwirken, empfiehlt die Studie nicht alleine Verbesserungen bei Polizei und Justiz. Vor allem präventive Maßnahmen scheinen erfolgversprechend zu sein, etwa Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft und technischer Einbruchschutz.

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