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Strafbefehl : Marika Kilius verrät sich in einer Talkshow

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Steuern hinterzogen? Gegen Marika Kilius liegt ein Strafbefehl vor Bild: ddp

Gegen den früheren Eiskunstlaufstar Marika Kilius liegt offenbar ein Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung vor. Bereits am kommenden Freitag soll der Fall vor Gericht verhandelt werden.

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          Schwere Vorwürfe gegen den früheren Eiskunstlaufstar Marika Kilius: Die 60jährige soll Steuern hinterzogen und gegen Artenschutzbestimmungen verstoßen haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat deshalb beim Amtsgericht einen Strafbefehl erwirkt, wie eine Sprecherin am Freitag sagte. Weil Kilius gegen die Höhe der Geldstrafe - 80 Tagessätze à 120 Euro - allerdings Einspruch eingelegt hat, kommt der Fall am kommenden Freitag vor das Frankfurter Amtsgericht. Kililus gilt dann als Angeklagte.

          Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte Kilius im Dezember 2000 insgesamt 75 Kilogramm Kräuterpillen nach Deutschland einführen lassen und bei der Abholung beim Zoll am Frankfurter Flughafen angegeben, es handele sich um ein Geschenk mit einem Verkaufswert von nur zehn Dollar, weswegen nur 2,50 Euro an Steuern fällig wurden.

          Beamter paßt beim Fernsehgucken auf

          Inzwischen hat sich laut Staatsanwaltschaft aber herausgestellt, daß die Pillen gewerblich vertrieben werden sollten. Der Verkaufspreis für die Ware liege tatsächlich bei 210.000 Euro. Deshalb hätten Steuern von 16.700 Euro abgeführt werden müssen, hieß es. Ein Verstoß gegen das Artenschutzgesetz liege vor, weil es sich bei den Kräutern um eine streng geschützte Wurzel aus dem Himalaya handelt.

          Aufgeflogen war der Pillendeal durch einen aufmerksamen Finanzbeamten. Dieser hatte Kilius in einer Talk-Show gesehen, in der sie die Pillen unter dem wahren Verkaufswert anbot.

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