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Steine fliegen auf Polizei : Gewalt bei Fan-Treffen von Youtuber in Frankfurt

  • Aktualisiert am

Archivfoto von Frankfurter Polizisten: Drei Beamte wurden am Samstag von Steinen getroffen. Bild: dpa

Ein Youtuber hatte nach einem Streit mit der Frankfurter Facebook-Berühmtheit „Momonews“ zu einem Treffen auf der Zeil aufgerufen. Dort wurden am Samstagabend dann nach einer Festnahme Polizisten mit Steinen beworfen.

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          Bei einem aus dem Ruder gelaufenen Fan-Treffen eines Youtubers in Frankfurt sind am Samstagabend Polizisten mit Steinen beworfen worden. Etwa 600 junge Leute hatten sich in der Innenstadt versammelt und rannten laut Polizei die Einkaufsstraße Zeil auf und ab.

          Da sie keine Rücksicht auf Passanten nahmen, rückte die Polizei an und erteilte dem 21 Jahre alten Veranstalter einen Platzverweis. Ein Polizist erhielt daraufhin einen Faustschlag ins Gesicht. Der Angreifer – vermutlich ein 17-Jähriger – wurde festgenommen und dabei verletzt, wie die Polizei mitteilte. Als Reaktion darauf flogen aus der Menge Steine, die drei Beamte trafen. Zwei Stunden später löste sich die Versammlung auf. Die Polizei prüft, ob die Verantwortlichen für die Kosten des Einsatzes aufkommen müssen.

          Zu dem Treffen hatte der Youtuber Kaan Yavuzyasar alias Kaan Yavi Anfang der Woche in einem Video auf seinem Kanal „Yavi TV“ aufgerufen – ihm folgen dort mehr als 300.000 Nutzer. In dem Video zeigte er, wie ihm ein Freund von Mohamed Satiane, der als „Momonews“ auf Instagram mehr als 300.000 und auf Facebook weit über eine Millionen Follower hat, bei einem Videodreh auf der Zeil ein Ei auf dem Kopf zerschlagen habe – und forderte den Frankfurter deswegen zu einem „Eins gegen eins“ auf.

          Auf der Zeil: Screenshot aus der Instagram-Story von Kaan Yavi
          Auf der Zeil: Screenshot aus der Instagram-Story von Kaan Yavi : Bild: Instagram/Screenshot/kaanyavi7

          Am Samstag veröffentlichte Kaan Yavi in seiner Instagram-Story dann die Uhrzeit (18.30 Uhr) für sein Fan-Treffen in Frankfurt „an dem Ort, wo alles geschah“. Später war in seiner Story zu sehen, wie er auf der Zeil vor einer Reihe von Polizisten und Hunderten Jugendlichen stand und seine Anhänger aufforderte, nach Hause zu gehen: „Es ist ein bisschen eskaliert, ihr braucht nicht mehr kommen.“ Sein Widersacher Mohamed Satiane war nicht gekommen, er hatte stattdessen den Heimatort von Kaan Yavi besucht, Langenfeld in Nordrhein-Westfalen – und auch das in seiner Instagram-Story dokumentiert.  

          Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte nach einem ähnlichen Vorfall in Berlin in dieser Woche die Internetszene vor riskanten Aktionen gewarnt. „Wir sehen in der Rapperszene und zunehmend auch bei anderen Influencern, dass sie teilweise sehr fahrlässig mit ihrem Einfluss umgehen und es scheinbar Mode wird, ganz bewusst Pulverfässer aufzumachen, um mehr Follower, Abonnenten und Klicks zu generieren“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Norbert Cioma. Es gebe Sinnvolleres als seinen Bekanntheitsgrad dafür zu nutzen, jungen gewaltbereiten Menschen eine Plattform in der Öffentlichkeit zu bieten.

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