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Schuld in hunderten Fällen : Sporttrainer wegen sexuellen Missbrauchs zu fünf Jahren Haft verurteilt

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Über seinen Anwalt räumte der Dreiundfünfzigjährige die Vorwürfe bereits am ersten Prozesstag Ende April ein. Bild: dpa

In Stuttgart ist ein Mann wegen hundertfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. In mehr als 500 Fällen sei seine Schuld erwiesen.

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          Wegen hundertfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen hat das Landgericht Stuttgart einen ehemaligen Sporttrainer zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt.

          Das Gericht sah die Tatvorwürfe in mehr als 500 Fällen als erwiesen an, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag sagte. Darüber hinaus wurde er wegen des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie verurteilt.

          Die Taten wurden zwischen 2006 und 2021 begangen. Mit seinen Opfern kam der Mann als Trainer eines Sportvereins in Fellbach in Baden-Württemberg in Kontakt. Über seinen Anwalt räumte der Dreiundfünfzigjährige die Vorwürfe bereits am ersten Prozesstag Ende April ein.


          Hilfe bei Missbrauchsfällen

          Für Betroffene von sexualisierter Gewalt sowie deren Angehörige und Fachkräfte gibt es kostenlose und anonyme Beratungsangebote, die sie unterstützen.

          Kinder und Jugendliche können sich unter der 116 111 an die „Nummer gegen Kummer“ wenden. Die Beratung ist auch per Chat oder E-Mail möglich.

          Erwachsene, die sich um ein Kind sorgen, können beim Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch anrufen: Sie ist unter der 0800 22 55 530 montags, mittwochs und freitags von 9:00 bis 14:00 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15:00 bis 20:00 Uhr erreichbar. Das Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch bietet zudem Informationen für Betroffene wie Angehörige und listet Therapieangebote in Ihrer Nähe.

          Die Medizinische Kinderschutzhotline richtet sich an medizinisches Fachpersonal, das mit Verdachtsfällen konfrontiert ist. Sie ist unter der 0800 19 210 00 rund um die Uhr erreichbar.

          Wer das Gefühl hat, pädophile Neigungen zu haben, findet bei „Kein Täter werden“ Ansprechpartner. Es gilt die ärztliche Schweigepflicht.

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