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Spanien : Hells-Angels-Chef Hanebuth soll freikommen

Hanebuth vor dem Gericht in Palma de Mallorca am 25. Juli 2013. Bild: dpa

Rocker Frank Hanebuth kommt zwei Jahre nach seiner Festnahme in Spanien auf freien Fuß. Allerdings darf er das Land nicht verlassen.

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          Fast genau zwei Jahre nach seiner Festnahme soll Frank Hanebuth aus der Untersuchungshaft in Spanien entlassen werden. Das teilte sein Rechtsanwalt Götz von Fromberg am Freitag in Hannover mit. Hanebuth werde auf Veranlassung des Obersten Spanischen Gerichts gegen eine Kaution von 60.000 Euro auf freien Fuß gesetzt, müsse aber in Spanien bleiben und sich dort regelmäßig melden.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Der 50 Jahre alte Anführer des Hells-Angels-Charters „Spain“ war am 23. Juli 2013 festgenommen worden. Die spanischen Behörden beschuldigten Hanebuth der Bildung einer kriminellen Vereinigung, der Erpressung, der Förderung illegaler Prostitution, des Betrugs und der Geldwäsche. Während der Untersuchungshaft warfen die Anwälte Hanebuths der spanischen Justiz wiederholt vor, das Vorgehen gegen ihren Mandanten entspreche nicht rechtsstaatlichen Grundsätzen. Hanebuth hatte sich zusammen mit Mitstreitern 2012 nach Mallorca aufgemacht.

          Als Präsident des Hells-Angels-Charters Hannover hatte Hanebuth zuvor große Teile des Hannoveraner Rotlichtviertels am Steintor unter Kontrolle. Als die Kritik an den Rockern immer stärker wurde, kündigte Hanebuth 2011 jedoch seinen Rückzug aus dem Steintorviertel an. Welchen Einfluss die Rocker bis heute auf die Geschäfte dort haben, ist nicht klar. Erst vor zehn Tagen erschoss sich im Steintorviertel vor zahlreichen Passanten André S., zuvor enger Vertrauter Hanebuths und „Roadcaptain“ seiner Rocker. Nach Medienberichten soll André S. kurz zuvor noch an einer öffentlichen Solidaritätsadresse für Hanebuth beteiligt gewesen sein. Die Hintergründe seines Suizids sind nicht bekannt.

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