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Kartellkämpfe in Mexiko : Sohn von Drogenboss „El Chapo“ entführt

  • Aktualisiert am

Sicherheitskräfte in Puerto Vallarta: Hier wurden sechs Menschen entführt, darunter der Sohn des mächtigen Drogenbosses El Chapo. Bild: dpa

„El Chapo“ sitzt in Haft, doch seine Söhne führen die Geschäfte des Sinaloa-Kartellsweiter. Einer von ihnen wurde jetzt verschleppt. Es geht wohl um Verteilungskämpfe in Mexikos Unterwelt.

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          Unbekannte haben in Mexiko einen Sohn des inhaftierten Drogenbosses Joaquín „El Chapo“ Guzmán entführt. Jesús Alfredo Guzmán Salazar sei unter denen, die am frühen Montagmorgen aus einem Restaurant im Badeort Puerto Vallarta verschleppt worden waren, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

          „El Chapo“, der Chef des Sinaloa-Kartells, war nach einem spektakulären Gefängnisausbruch im Januar verhaftet worden und wartet derzeit auf seine Auslieferung in die Vereinigten Staaten. Gegen Jesús Alfredo Guzmán liegt eine Anklage wegen Drogenhandels in Amerika vor.

          Verteilungskämpfe in Mexikos Unterwelt

          In der Nacht zum Montag hatte ein bewaffnetes Kommando das Restaurant „La Leche“ in Puerto Vallarta an der Pazifikküste gestürmt und sechs Menschen entführt. Staatsanwalt Eduardo Almaguer sagte, bei den Opfern handele es sich vermutlich um Mitglieder des Sinaloa-Kartells. Die Tat stünde offenbar im Zusammenhang mit Verteilungskämpfen in der Unterwelt.

          Puerto Vallarta im Bundesstaat Jalisco an der Pazifikküste ist ein beliebtes Urlaubsziel von Mexikanern und Ausländern. In den 1960er Jahren war die Stadt beim internationalen Jetset beliebt. Neben dem Sinaloa-Kartell ist in der Region auch das Drogenkartell Jalisco Nueva Generación aktiv.

          Beide Gruppen waren einst verbündet, zuletzt mehrten sich jedoch Hinweise auf einen Bruch der Allianz. Das Kartell Jalisco Nueva Generación hat seinen Einfluss zuletzt erheblich ausgebaut und gehört mittlerweile zu den mächtigsten Verbrecherbanden des Landes.

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