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Kriminalität : So viele Einbrüche gab es noch nie

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Noch nie wurde in Deutschland so oft eingebrochen wie 2015. Bild: dpa

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordniveau gestiegen. Doch in der aktuellen Kriminalstatistik verbirgt sich auch eine gute Nachricht.

          Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist laut einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ auf ein Rekordniveau gestiegen. Für das Jahr 2015 weise die Polizeiliche Kriminalstatistik 167.136 erfasste Fälle aus und damit 9,9 Prozent mehr als im Jahr davor, heißt es darin. 2014 waren 152.123 Wohnungseinbruchdiebstähle registriert worden, schon damals hatte die Polizei den höchsten Stand seit 15 Jahren vermeldet. Besonders zugenommen hat die Zahl der Einbrüche in Hamburg (um 20 Prozent), in Nordrhein-Westfalen (um 18 Prozent) und in Niedersachsen (um 13 Prozent)

          Die Zahl aller in Deutschland polizeilich erfassten Straftaten stieg demnach im vergangenen Jahr gegenüber 2014 um 4,1 Prozent auf insgesamt 6,33 Millionen Fälle. Die Gesamtaufklärungsquote habe 56,3 Prozent betragen. Dies entspreche einer Verbesserung um 1,4 Prozentpunkte.

          Aufklärungsquote steigt

          Dem Bericht zufolge waren fast 40 Prozent aller Straftaten Diebstahldelikte. Sie hätten insgesamt um 1,8 Prozent auf 2,48 Millionen Fälle zugelegt. Seit Jahren schon versprechen die Landesinnenminister deshalb, mehr gegen Einbrüche zu tun. Hohe Zuwachsraten gab es allerdings auch beim Laden- und Taschendiebstahl: So verzeichnete die Polizei 7,1 Prozent mehr Diebstähle in Geschäften (391.401 Fälle) und sieben Prozent mehr Taschendiebstähle (168.142 Fälle). Die Zahl der Kfz-Diebstähle sei leicht um 0,3 Prozent gestiegen. Bundesweit wurden demnach 36.507 gestohlene Autos gemeldet. Die Zahl der Fahrraddiebstähle sei leicht gesunken, um 1,3 Prozent auf 335.174 Fälle.

          Darüber hinaus berichtet „Die Welt“, dass die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln statistisch gesehen dem bundesweiten Trend entgegenlaufen. Bundesweit habe es weniger Fälle von sexueller Nötigung und Vergewaltigung gegeben. Die Zahl der Fälle sei um 4,4 Prozent auf 7022 zurückgegangen.

          Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wolle die Kriminalstatistik voraussichtlich im Mai in Berlin offiziell vorstellen.

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