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Singapur : Deutschen Graffiti-Sprayern drohen Stockhiebe und Gefängnis

  • Aktualisiert am

Hypermoderne Skyline, drastisches Strafrecht: Singapur Bild: Reuters

Singapur ist für seine drakonischen Strafen bekannt. Zwei junge Deutsche, die in ein U-Bahn-Depot eingedrungen waren und einen Zug beschmiert hatten, könnten das nun zu spüren bekommen.

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          Zwei deutsche Graffiti-Sprayer müssen sich in Singapur wegen Einbruchs und Vandalismus vor Gericht verantworten. Ein Gericht in dem südostasiatischen Stadtstaat erhob am Samstag Anklage gegen die beiden 21 Jahre alten Deutschen, weil sie am 8. November in ein U-Bahn-Depot eingedrungen waren und einen Waggon mit Graffiti besprüht hatten. Die jungen Männer, denen im Falle einer Verurteilung mehrere Jahre Gefängnis und Stockhiebe drohen, wirkten ruhig, als ihnen die Vorwürfe über einen Dolmetscher vorgelesen wurden.

          Die Staatsanwaltschaft ordnete an, dass die Angeklagten bis zum 28. November in Polizeigewahrsam bleiben sollen, um die Ermittlungen zu unterstützen und ihre Taten nachzustellen. Das U-Bahn-Depot befindet sich auf einem mit Zäunen und Stacheldraht gesicherten, gesperrten Gelände.

          Von Malaysia ausgeliefert

          Die beiden Männer waren auf dem Flughafen der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur festgenommen worden, von wo aus sie nach Australien weiterreisen wollten. Malaysia lieferte sie am Freitag an Singapur aus. Nach Informationen der Zeitung „Straits Times“ hatten sie Arbeitsvisa für Australien.

          Singapurs harte Strafen bei Sachbeschädigung sind seit langem bekannt. Die beiden Deutschen müssen mit mehreren Jahren Gefängnis, einer Geldbuße von über 1000 Euro sowie mit bis zu acht Stockhieben rechnen.

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