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Sängerin aus Kolumbien : Shakira wegen Steuerhinterziehung angeklagt

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Shakira: Hat die kolumbianische Musikerin Geld am spanischen Fiskus vorbeigeschleust? Bild: AP

Die spanische Staatsanwaltschaft hat Klage gegen Shakira erhoben. Der kolumbianischen Künstlerin wird vorgeworfen, Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben. Ihre Anwälte hatten offenbar vorher versucht, den Fall außergerichtlich zu klären.

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          Die Staatsanwaltschaft von Barcelona hat Klage gegen die kolumbianische Pop-Sängerin Shakira wegen Steuerbetrugs eingereicht. Der 41 Jahre alten Musikerin werde vorgeworfen, zwischen 2012 und 2014 rund 14,5 Millionen Euro am spanischen Fiskus vorbeigeschleust zu haben, berichtete die Zeitung „El País“. Insgesamt würden Shakira sechs Delikte zur Last gelegt.

          Ihre Anwälte hatten die Vorwürfe bereits im Vorfeld zurückgewiesen. Shakira schulde den spanischen Behörden keinerlei Geld, teilten ihre Sprecher vor wenigen Tagen mit. Sie sei die meiste Zeit außerhalb Spaniens tätig gewesen und habe den größten Teil ihrer Einnahmen bei internationalen Tourneen erzielt. Die Klage richtet sich auch gegen einen in New York ansässigen Anwalt, der die Künstlerin dabei unterstützte, mit Scheinfirmen in Steueroasen ihr Einkommen vor dem Finanzministerium zu „verstecken“, wie es im Schreiben des Staatsanwalts heißt.

          Bereits im Januar war bekannt geworden, dass die Sängerin („Hips don’t lie“, „Waka Waka“) ins Visier der spanischen Agencia Tributaria geraten ist. Sie ist seit acht Jahren mit dem spanischen Fußballstar Gerard Piqué vom FC Barcelona liiert und hat zwei Kinder mit ihm.

          Nach Auffassung der Behörden soll Shakira im fraglichen Zeitraum bereits mehr als sechs Monate pro Jahr in Katalonien verbracht haben und deshalb in Spanien steuerpflichtig gewesen sein. Mit einer Ausnahme: Ihrer Teilnahme an der amerikanischen Sendung „The Voice“, die sie in den Vereinigten Staaten drehte. Der Staatsanwaltschaft zufolge soll sie aber angegeben haben, auf den Bahamas zu leben. Viele Jare zuvor hatte sie dort mit ihrem ehemaligen Partner Antonio de la Rua ein Haus gekauft, sei aber an keinem Tag zwischen 2012 und 2014 tatsächlich auf den Bahamas gewesen. In den vergangenen Monaten haben laut „El País“ Shakiras Anwälte versucht, die mögliche Steuerhinterziehung ohne ein Verfahren zu verhindern – offenbar ohne Erfolg. Die Sängerin hat seit 2015 offiziell ihren Wohnsitz in Spanien.

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