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Serienmörder von Toulouse : „Merah hatte Komplizen“

Der Vater des Attentäters, Mohamed Benalel Merah Bild: AFP

Ein Bruder des Serienmörders von Toulouse hat bestätigt, dass der Terrorist einen weiteren Komplizen hatte. Unterdessen will der Vater Merahs die französische Polizeieliteeinheit Raid wegen vorsätzlicher Tötung verklagen.

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          Abdelkader Merah, ein Bruder des Serienmörders Mohamed Merah, hat der Polizei bestätigt, dass es einen weiteren Komplizen gab. Das wurde am Donnerstag in Paris bekannt. Abdelkader Merah wird in Untersuchungshaft im Gefängnis Fresnes unweit von Paris regelmäßig verhört. In einem Dorf im Département Aude etwa 60 Kilometer von Toulouse entfernt stellten die Ermittler ein Auto der Marke Renault Clio sicher, das dem Komplizen gehört haben könnte. Im Auto wurden ein Motorradhelm sowie Karosserieteile eines Motorrollers der Marke Yamaha vom Typ „T Max“ gefunden.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Mohamed Merah war an den Tatorten mit einem solchen Motorroller erschienen. Der Renault Clio ist auf einen Besitzer zugelassen, der im gleichen Mietshaus wohnt, in dem Mohamed Merah lebte. Abdelkader Merah habe ebenfalls gestanden, dass er den Diebstahl des Motorrollers Yamaha „T Max“ gemeinsam mit seinem Bruder und einem weiteren Komplizen organisiert hatte, hieß es. Der Vater des Serienmörders, Mohamed Benalel Merah, hat derweil eine algerische Anwältin damit beauftragt, gegen die französische Polizeieliteeinheit Raid eine Klage wegen vorsätzlicher Tötung seines Sohnes anzustrengen. Sie teilte mit, sie verfüge über Zeugenaussagen von Personen, „die inmitten der Ereignisse waren“ und der Wahrheitsfindung dienen wollten.

          Die algerischen Behörden lehnten die vom Vater gewünschte Beisetzung des islamistischen Terroristen auf algerischem Staatsgebiet am Donnerstag aus „Sicherheitsgründen“ ab. Die algerische Zeitung „Liberté“ wies darauf hin, dass Mohamed Merah anders als seine beiden Brüder nicht die doppelte Staatsangehörigkeit gehabt habe. Jetzt wird erwogen, Merah auf dem „muslimischen Eck“ des Friedhofs Cornebarrieu in Toulouse zu beerdigen. Unterdessen verbot die Regierung in Paris vier muslimischen Predigern die Einreise zu einem Treffen islamischer Organisationen Anfang April.

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