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Serienmörder : Amerikanische Polizei schnappt „Baseline-Killer“

  • Aktualisiert am

Fahndungszeichnung des „Baseline-Killers” Bild: AP

Mark Goudeau hat in einem Jahr neun Menschen ermordet, fünf Frauen vergewaltigt und zwölf Banken überfallen. Hunderte Beamte waren bei den „teuersten, längsten und gründlichsten“ Ermittlungen der Stadt Phoenix beteiligt.

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          Die amerikanische Polizei hat nach eigenen Angaben einen berüchtigten Serienmörder und -Vergewaltiger gefaßt, der binnen eines Jahres neun Menschen umgebracht und zahlreiche weitere schwere Verbrechen begangen hat. Ein im September wegen der Vergewaltigung zweier Schwestern festgenommener Bauarbeiter sei der Täter, erklärte Polizeichef Joe Kilma in Phoenix im Bundesstaat Arizona. Gegen den 42jährigen Mark Goudeau liege genügend Beweismaterial einschließlich DNA-Spuren vor.

          Der Fall des „Baseline-Killers“ hatte die sechstgrößte Stadt der Vereinigten Staaten monatelang in Atem gehalten, viele Frauen trauten sich nur noch bewaffnet oder in Begleitung auf die Straße. Hunderte Beamte hatten nach dem Täter gefahndet.

          Den Ermittlungen zufolge ist der Verdächtige für 71 Straftaten verantwortlich; darunter sind neun Morde, fünf Vergewaltigungen und zwölf bewaffnete Banküberfälle, aber auch Entführungen, Körperverletzung und Exhibitionismus. Der Mann war Anfang September wegen der Doppel-Vergewaltigung in einem Park festgenommen worden und sitzt seitdem im Gefängnis.

          Der Täter wurde nach einem Tatort benannt - „Baseline-Killer”

          Taten nahe der Baseline Road

          Seit seiner Verhaftung gab es keine weiteren Straftaten des „Baseline-Killers“. Der „Baseline-Killer“ hatte seinen Opfern meist nachts in der Nähe ihrer Arbeitsstellen oder an Autowaschanlagen und Bushaltestellen aufgelauert. Seinen Namen bekam er, weil viele der Taten nahe der Baseline Road im Süden von Phoenix verübt wurden.

          Die Behörden sprachen von einer der „teuersten, längsten und gründlichsten“ Ermittlungen in der Geschichte der Stadt. Der zuständigen Ermittlungsgruppe gehörten zeitweise mehr als 250 Beamte an. Diese gingen 8.000 Tips aus der Bevölkerung nach, führten 3.500 Vernehmungen und analysierten Hunderte Beweisstücke.

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