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Hintergrund des Großeinsatzes war ein versuchtes Tötungsdelikt im Rocker-Milieu (Symbolbild). Bild: dpa

Bei Rocker-Razzia : SEK irrt sich in Hausnummer und stürmt Wohnung von Seniorin

  • Aktualisiert am

Gegen sechs Uhr früh rammten schwer bewaffnete Polizisten ihre Wohnungstür ein und zündeten auf dem Balkon eine Blendgranate. Die 88 Jahre alte Seniorin hatte mit den gesuchten Rockern aber nichts zu tun.

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          Schock für eine 88 Jahre alte Seniorin: Bei einer Rocker-Razzia im westfälischen Lüdenscheid hat sich das SEK am vergangenen Donnerstag in der Hausnummer geirrt und statt der Wohnung eines gesuchten Rockers das Wohnzimmer einer Rentnerin gestürmt. Wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag bestätigte, rammten die schwer bewaffneten Beamten gegen 6 Uhr morgens die Türen ein und zündeten auf dem Balkon eine Blendgranate. Zuvor hatten bereits mehrere Medien berichtet.

          Hintergrund des Großeinsatzes, bei dem parallel Razzien in Hagen, Dortmund, Unna, Witten und im Märkischen Kreis liefen, war laut Staatsanwaltschaft ein versuchtes Tötungsdelikt im Rocker-Milieu. Der eigentlich gesuchte Lüdenscheider aus der Rockergruppe „Freeway Riders“ soll im vergangenen Oktober in Hagen ein Mitglied einer rivalisierenden Rockergruppe durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt haben.

          Trotz der Panne war die Razzia letzten Endes erfolgreich: Der gesuchte Rocker aus Lüdenscheid sowie 12 weitere Männer in NRW konnten festgenommen werden, die Polizei beschlagnahmte Schusswaffen und Drogen. Der überrumpelten Seniorin gehe es gut, sie habe gefasst auf den Einsatz reagiert, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen. Der Sachschaden sei noch am selben Tag ersetzt worden, die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen, wie es zu dem Irrtum kommen konnte.

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