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Angriff in Westafrika : Sechs französische Touristen in Niger getötet

  • Aktualisiert am

Auf den Straßen von Niamey, der Hauptstadt von Niger. Bild: AFP

In Niger sind acht Menschen getötet worden, darunter sechs Mitarbeiter einer französischen Hilfsorganisation, die zu dem Zeitpunkt touristisch unterwegs waren. Der Innenminister des Landes sprach von einem Terrorakt.

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          Im westafrikanischen Niger sind nach Behördenangaben sechs Franzosen und zwei Nigrer getötet worden. Schwer bewaffnete Menschen auf Motorrädern hätten die acht nahe Kouré in der Region Tillabéri im Westen des Landes am Sonntagmorgen angegriffen, sagte der Gouverneur Ibrahim Katiela. Innenminister Elkache Alada nannte die Tat einen Terrorakt, sagte aber zunächst nicht, wer hinter dem Angriff vermutet wird.

          Bei den getöteten Franzosen handelt es sich nach Angaben des Gouverneurs um Mitarbeiter von ACTED, einer französischen Hilfsorganisation. Sie waren demnach allerdings touristisch unterwegs. Die zwei Nigrer seien der Fahrer und Führer der Franzosen gewesen.

          Ausnahmezustand seit 2017

          Es seien französische Staatsbürger in Niger getötet worden, hieß es aus Élyséekreisen. Die Zahl der Toten und weitere Details wurden aber auf Anfrage nicht bestätigt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron telefonierte nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP mit seinem nigrischen Amtskollegen Mahamadou Issoufou.

          Die Sahelregion – ein Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt – gilt als unsicher, da dort etliche Terrorgruppen aktiv sind. Einige von ihnen haben dem Terrornetzwerk Al-Kaida oder dem Islamischen Staat (IS) die Treue geschworen.

          Immer wieder kommt es auch in Niger zu Anschlägen mit etlichen Toten, vor allem nahe der Grenze zu Burkina Faso und Mali im Westen des Landes. Etwa kamen 2017 bei einem Angriff nahe Tongo Tongo, ebenfalls in der Region Tillabéri, vier amerikanische und fünf nigrische Soldaten ums Leben. Zu dem Angriff bekannte sich später der Islamische Staat in der Sahelzone (ISGS).

          In Teilen der Region gilt bereits seit 2017 der Ausnahmezustand. Grund dafür sind die anhaltenden Angriffe der Terroristen. Erst Ende Juni waren zehn Mitarbeiter einer lokalen Hilfsorganisation entführt worden. Im Mai starben bei einem Überfall auf ein Dorf 20 Menschen.

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