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Geldbote überfallen : Schwerverletzter nach Schusswechsel vor Ikea in Frankfurt

Vor dem Ikea in Frankfurt ist ein Geldbote überfallen worden. (Archivfoto) Bild: Wolfgang Eilmes

Vor dem Ikea in Frankfurt hat ein Unbekannter am Samstagvormittag einen Geldboten überfallen. Dabei kam es zu einem Schusswechsel, der Bote wurde schwer verletzt. Ein ausgebranntes Auto wirft Fragen auf.

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          Ein unbekannter Mann hat am Samstag an der Ikea-Filiale in Nieder-Eschbach einen Geldboten überfallen. Es kam zu einem Schusswechsel, bei dem der Bote schwer verletzt worden war. Über Stunden blieb der Bereich weiträumig abgesperrt, die Polizei fahndete mit einem Hubschrauber nach dem Täter, der den Überfall offenbar gezielt vorbereitet hatte. Möglicherweise ist der Überfall sogar Teil einer ganzen Serie in Deutschland.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Den Erkenntnissen zufolge hatte der Täter dem 56 Jahre alten Geldboten gegen 12.30 Uhr an einem Seiteneingang aufgelauert. Als der Mann das Gebäude mit der Geldkassette verließ, wurde er unmittelbar attackiert. Es kam zu einer Rangelei, infolgedessen es dem Täter gelang, die Einnahmen an sich zu nehmen. Schließlich schossen die Männer aufeinander, der Bote wurde von mindestens einer Kugel getroffen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und schwebt laut Polizei nicht in Lebensgefahr.

          Die Polizei leitete sofort eine Fahndung nach dem flüchtigen Täter ein, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde. Von dem Täter selbst fehlt jede Spur, allerdings wurde im Stadtteil Riedberg ein ausgebranntes Auto gefunden, bei dem es sich mutmaßlich um den Fluchtwagen handelt. Ein Sprecher der Polizei sagte auf Anfrage, das Auto werde nun kriminaltechnisch untersucht. 

          Sollte es sich tatsächlich um das Fluchtauto handeln, könnten laut Polizei wichtige Spuren vernichtet worden sein. Unklar sei derzeit noch, ob der Mann allein handelte oder ob er einen Komplizen hatte. Weitere Personen wurden bei dem Schusswechsel nicht verletzt, berichtet ein Polizeisprecher. Allerdings beobachteten zahlreiche Zeugen die Tat.

          Zur Höhe des erbeuteten Geldes wurde zunächst nichts bekannt. Offenbar hatte der Täter gewusst, wann genau der Bote das Geld abholte. Dem Vernehmen nach handelte es sich bei der Summe um mehr als lediglich die Einnahmen des Vormittags. Der Betrieb in der Ikea-Filiale blieb von dem Vorfall weitgehend ungestört. Bei dem Täter soll es sich um einen etwa 1,80 Meter großen Mann handeln, der einen weißen Kapuzenpullover und eine schwarze Hose trug. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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