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Sechs Menschen getötet : Schütze von Chesapeake fühlte sich gemobbt

  • Aktualisiert am

Trauernde haben Blumen vor dem Walmart niedergelegt, in dem Andre B. sechs Menschen tötete. Bild: AP

Zwölf Jahre lang hatte Andre B. für die Walmart-Filiale in Virginia gearbeitet. Am Dienstagabend schoss er während einer Besprechung um sich. Nun hat die Polizei eine Erklärung auf B.s Handy gefunden.

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          Der Schütze, der in einem Walmart in Chesapeake im amerikanischen Bundesstaat Virginia am Dienstagabend mindestens sechs Menschen getötet hat, hatte angeblich berufliche Schwierigkeiten. Wie die Polizei dem Fernsehsender WAVY sagte, fanden die Ermittler nach den Schüssen in der Nacht zu Mittwoch eine Erklärung auf dem Handy des Einunddreißigjährigen, in der er sich über die „Änderung des Beschäftigungsverhältnisses“ beschwerte.

          Andre B. hatte zwölf Jahre lang für die Kaufhauskette gearbeitet, in den vergangenen Jahren als Teamleiter. In der Erklärung schreibt er, er habe sich nach der Änderung seiner Aufgaben von Kollegen gemobbt gefühlt.

          B. hatte am Dienstag um kurz nach 22 Uhr während einer Besprechung im Aufenthaltsraum des Kaufhauses mit einer Handfeuerwaffe um sich geschossen. Eine Kollegin berichtete, B. habe ihr die Waffe an den Kopf gehalten, sie dann aber aufgefordert, den Raum zu verlassen. Ob er nach den Schüssen auf die Kaufhausmitarbeiter auch auf Kunden das Feuer eröffnet hatte, blieb vorerst offen.

          Nachbarn und ehemalige Kollegen beschreiben den Schützen als Einzelgänger. Er soll sich aus Angst vor angeblicher Bespitzelung von sozialen Medien ferngehalten haben.

          Nach dem Anschlag, bei dem fünf Walmart-Angestellte zwischen 22 und 70 Jahren sowie ein Jugendlicher starben und weitere Personen verletzt wurden, beging B. Suizid.


          Hilfe bei Suizidgedanken

          Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können.

          Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

          Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.
          Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.

          Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite der Telefonseelsorge. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten. Sollte kein Berater frei sein, klappt es in jedem Fall mit einem gebuchten Termin.

          Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

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