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Schizophrene Psychose : Vater tötet Kind und schneidet Tat mit

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„Mit Abstand das Schrecklichste, was wir je gehört haben“: Das Nürnberger Landgericht hat eine Tonaufnahme vom Mord an einem fünfjährigen Kind zur Beweisaufnahme abgespielt. Vor Gericht steht der psychisch kranke Vater des Jungen.

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          Wegen Mordes an seinem fünfjährigen Sohn mit 86 Messerstichen muss sich ein psychisch kranker Mann vor dem Landgericht in Nürnberg verantworten. Der 32 Jahre alte Mann gab die Tat bei Prozessbeginn am Donnerstag zu. Er hatte währenddessen auch eine Tonaufnahme mit seinem Handy gemacht, die vor Gericht abgespielt wurde. „Ein Live-Mitschnitt von der Tat. Das ist mit Abstand das Schrecklichste, was wir je gehört haben“, sagte der Vorsitzende Richter Gerhard Neuhof. Viele Zuschauer verließen den Saal, während die Aufnahme abgespielt wurde.

          Laut Anklage hat der Mann eine schizophrene Psychose. Er sagte, er habe sich schon lange „von seinem Umfeld“ verfolgt gefühlt. Er habe Angst gehabt, „eingesperrt und gequält“ zu werden. Schon früher war er in psychiatrischer Behandlung. Der Mann wird wegen seiner Wahnvorstellungen voraussichtlich nicht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. In dem Prozess geht es darum, ob er in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird.

          Stundenlange Gespräche mit dem Kind

          Das Kind wurde im Mai 2014 in Oberasbach bei Fürth getötet. Die Rechtsmediziner stellten an der Leiche 86 Stiche und Schnitte fest. „In meiner Erinnerung waren es deutlich weniger“, sagte der Angeklagte mit gebrochener Stimme. Vor der Tat soll der Mann sein Kind die ganze Nacht wach gehalten und mit Fragen traktiert haben. Auch diese „Verhöre“, wie er sagt, nahm er mit dem Handy auf. Er wollte aus dem Jungen herausbekommen, ob die Mutter vorhatte, ihm den Umgang mit dem Kind zu verbieten.

          Auf der Tonaufnahme sind Schreie des Kindes während der Tat zu hören. Dann die Stimme des Angeklagten: „Es tut mir so leid“, und: „Ich hab dich so lieb gehabt.“ Knapp zwei Stunden nach der Tat rief der Mann beim Bundesnachrichtendienst und beim Landeskriminalamt in Stuttgart an und meldete die Tat. Kurz darauf wurde er festgenommen.

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