https://www.faz.net/-gum-7069n

Rostock : Radio-Moderator während Live-Sendung festgenommen

  • Aktualisiert am

Ein Moderator des privaten Radiosenders „Ostseewelle“ soll ein 12 Jahre altes Mädchen mehrfach sexuell missbraucht haben. Die Polizei nahm den Mann in seiner Live-Sendung fest.

          1 Min.

          Die Polizei hat am Dienstag einen Moderator des privaten Radiosenders „Ostseewelle“ während seiner Morgensendung festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, in den Jahren 2005 und 2006 ein damals 12 Jahre altes Mädchen sexuell missbraucht haben. Die mittlerweile junge Frau hatte den Fall erst im Mai der Polizei gemeldet. Nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) wird wegen 50-fachen Missbrauchs gegen den Mann ermittelt. Bei dem Opfer soll es sich um einen weiblichen Fan handeln.

          Um 9.30 Uhr kamen Polizeibeamte ins Studio und nahmen den Mann fest. Seine Kollegin moderierte die Sendung ohne ihn weiter und wurde anschließend über die Vorwürfe unterrichtet. Maureen Wiechmann, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Rostock, rechtfertigt den Zugriff während der Sendung mit der besonderen Schwere der Tat. Im NDR erklärte sie: „Die Tat an sich impliziert bei solchen Vorwürfen – insbesondere wenn Erwachsene solche Sexualdelikte begehen – immer den Verdacht, dass der Täter erneut handeln wird.“

          Nach Informationen der Bild-Zeitung war der 39 Jahre alte Mann bereits als Moderator beim Berliner Radiosender Energy durch sexuelle Belästigung aufgefallen. Die Ostseewelle-Sprecherin wollte sich gegenüber FAZ.NET zum aktuellen Vorfall nicht äußern. In einer schriftlichen Stellungnahme heißt es, der Sender sei von den Vorwürfen überrascht und werde die Zusammenarbeit mit dem Moderator „ab sofort ruhen lassen“. Der 39 Jahre alte Moderator schwieg vor dem Haftrichter zu den Vorwürfen.

          Weitere Themen

          Alec Baldwins Waffe enthielt scharfe Munition

          Unfall am Filmset : Alec Baldwins Waffe enthielt scharfe Munition

          Die Ermittler geben am Mittwoch in Santa Fe bekannt, dass das Projektil sichergestellt wurde. Ob es am Filmset zu Fahrlässigkeiten kam, ist weiterhin unklar. Indes wollen mehrere Filmschaffende künftig auf Waffen an Sets verzichten.

          Topmeldungen

          Impfen im Fußball : Kimmich und das Solo der Egoisten

          Das Recht auf Freiheit ist verknüpft mit der Verantwortung für das Zusammenspiel der Menschen, schreibt Anders Indset in seinem Gastbeitrag und kritisiert die Argumentation von Joshua Kimmich gegen das Impfen.
          Barren bleibt gefragt - aber aus Wertpapieren auf Gold gehen viele Investoren raus.

          World Gold Council : Weniger Interesse an Gold

          Die Welt macht sich Sorgen über Inflation – und die globale Nachfrage nach Gold sinkt um 7 Prozent. Wie ist das zu erklären?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.