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Im Raum Landshut : Eine Polizistin unter Verdacht

Mit ihrer ehemaligen Lebensgefährtin soll eine Polizistin aus dem Raum Landshut in mehrere Privathaushalte und einen Imbiss eingebrochen sein. (Symbolbild) Bild: dpa

Eine Polizistin soll sich in der Lokalpresse über Todesfälle informiert haben, um anschließend in die Wohnungen der Verstorbenen einzubrechen. Als ihre Wohnung durchsucht wurde, fanden Ermittler Hinweise auf weitere Straftaten.

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          Die geeigneten Tatobjekte soll sie über Todesanzeigen gefunden haben. Eine Polizeihauptmeisterin aus dem Raum Landshut steht im Verdacht, sich in der Lokalpresse über Todesfälle informiert zu haben, um anschließend in die Wohnungen der Verstorbenen einzubrechen. Der an sich schon ungewöhnliche Fall hat inzwischen noch weitere Kreise gezogen, nachdem die Polizei der Beamtin auf die Spur gekommen war: Es wird ihr nun auch der Besitz kinder- und jugendpornographischer Bilder zur Last gelegt. So sieht es die Staatsanwaltschaft Landshut, die deswegen Ende Januar Anklage gegen die Polizistin erhoben hat. Vorgeworfen werden ihr laut Staatsanwaltschaft zudem mehrere Wohnungseinbruchsdiebstähle sowie „mehrfache Verletzungen des Dienstgeheimnisses“.

          Karin Truscheit

          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Das Motiv für die Einbrüche war demnach eine „finanzielle Schieflage“. Um an Geld zu kommen, habe die 45 Jahre alte Polizeihauptmeisterin in Wohnungen und Geschäftsräume einbrechen wollen. Auch auf der Dienststelle soll sie tätig geworden sein: Es wird ihr vorgeworfen, im Dezember 2016 einem Tatverdächtigen einen Geldbetrag in dreistelliger Höhe aus seinen persönlichen Sachen gestohlen zu haben. Im November 2017 schließlich soll sie nach Todesanzeigen gesucht und dann im Datenbestand der Polizei Informationen zu zwei gerade verstorbenen Personen abgefragt haben. Geplant habe sie die Taten mit ihrer 30 Jahre alten ehemaligen Lebensgefährtin.

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