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Details zum Raub in Dresden : Diebe im Grünen Gewölbe sollen Fenstergitter präpariert haben

  • -Aktualisiert am

Inzwischen sitzen sechs Hauptverdächtige des Diebstahls, die der Berliner Clan-Familie Remmo angehören, in Untersuchungshaft. Bild: dpa

Nach dem Raub von zwei Dutzend Exponaten im Grünen Gewölbe liegen neue Details vor: Einem Bericht des Spiegel zufolge hatten sich die Diebe offenbar schon Tage vorher am Tatort in Dresden zu schaffen gemacht.

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          Die Diebe von zwei Dutzend Exponaten aus barocken Juwelengarnituren vor zwei Jahren im Grünen Gewölbe in Dresden hatten den Tatort mutmaßlich schon mehrere Tage zuvor präpariert. Einem Bericht des Magazins Spiegel zufolge sollen sie Teile des schmiedeeisernen Fenster­gitters, durch das sie in die Schatz­kammer gelangten, vorher zerteilt und mit Klebstoff wieder eingesetzt haben, um in der Tatnacht schneller in das Gebäude eindringen zu können.

          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Zudem sollen die Täter eine Fahrzeugdoublette verwendet haben, um am Tatort nicht aufzufallen. Dafür sollen sie einen Mercedes mit beigefarbener Taxi-Folie beklebt und die Kenn­zeichen aus einem Dresdner Taxi-Unternehmen gestohlen haben.

          Der Vorgang wirft abermals die Frage auf, ob und wie die Kunstschätze seinerzeit gesichert gewesen waren. Bisher hatten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erklärt, dass die äußeren Überwachungskameras den Bruch nicht aufzeichnen konnten, weil die Diebe in der Tatnacht die Straßenbeleuchtung gekappt hatten. In den Tagen davor war das Straßenlicht jedoch nicht ausgefallen, sodass Vorbereitungen kaum unbemerkt getroffen worden sein können.

          Inzwischen sitzen sechs Hauptverdächtige des Diebstahls, die der Berliner Clan-Familie Remmo angehören, in Untersuchungshaft. Der Versicherungswert der gestohlenen Exponate liegt bei rund 114 Millionen Euro; von ihnen fehlt bis heute jede Spur.

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