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Mit aller Gewalt : Rapper in Amerika leben gefährlich

  • -Aktualisiert am

Blick in die Unterwelt: Rappe 6ix9ine 2018 vor Gericht in New York Bild: JEFFERSON SIEGEL/The New York Ti

Erst Angriffe in Songs, dann auf der Straße: Jeder zweite Hip-Hop-Star stirbt in relativ jungem Alter und bei einem Tötungsdelikt. Das liegt auch an ihren Verbindungen zur organisierten Kriminalität.

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          Artikel über das Hip-Hop-Festival „Rolling Loud“ in Miami im amerikanischen Bundesstaat Florida lesen sich wie Polizeiberichte. Schon vor dem ersten Auftritt an dem Wochenende Mitte Mai sperrte das Miami Dade Police Department vorübergehend die I-95, einen der längsten Highways der Vereinigten Staaten. Unbekannte hatten Schüsse auf einen Partybus des Rappers Young Thug abgegeben. Einige Stunden später flatterte auch im Stadtteil South Beach gelbschwarzes Absperrband. Bei einem Schusswechsel war der Hip-Hop-Star AAB Hellabandz getötet worden.

          Am nächsten Tag musste der Rapper Kodak Black den geplanten Auftritt im Hard Rock Stadium in letzter Minute absagen. Er wurde wegen Waffenvergehen hinter der Bühne festgenommen und ins Bundesgefängnis in Miami gebracht. Am Sonntag rückten die Beamten zu einem Großeinsatz aus. Vor dem Trump International Beach Resort im benachbarten Sunny Isles Beach wurde der Mitarbeiter einer Autovermietung durch einen Kopfschuss getötet, einige Minuten später erlitt ein fünf Jahre alter Junge einen Streifschuss. Auch eine Neunzehnjährige kam ins Krankenhaus. Sie wurde von mindestens einer Kugel getroffen, als sie mit dem Rapper Youngboy Never Broke Again zu seinem Auftritt bei „Rolling Loud“ fuhr.

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