https://www.faz.net/-gum-9p4hq

Neue Missbrauchsvorwürfe : R. Kelly bleibt in Haft

  • Aktualisiert am

Sänger R. Kelly vor Gericht Bild: AP

R. Kelly muss hinter Gitter bleiben. Ein Gericht in Chicago lehnt seine Freilassung gegen Kaution ab. Der frühere R&B-Star wird mit neuen und immer schwereren Vorwürfen sexuellen Missbrauchs konfrontiert.

          Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte Sänger R. Kelly muss nach neuen  Vorwürfen vorerst in Haft bleiben. Ein Richter in Chicago lehnte es am Dienstag ab, den Musiker („I Believe I Can Fly“) gegen Kaution freizulassen. Der 52-Jährige war vorige Woche festgenommen worden. Damit bleibt Kelly nun zunächst in Chicago hinter Gittern, bis er nach New York gebracht wird, um sich dort weiteren Vorwürfen zu stellen.

          Kellys Anwalt argumentierte vergeblich, dass der Sänger keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstelle und kein Fluchtrisiko bestehe, wenn er auf Kaution entlassen werde. Die Anklage beschrieb ihn dagegen als „extreme Gefahr“, wie die „Chicago Tribune“ berichtete.

          Kelly beteuert seine Unschuld

          Die Staatsanwaltschaft in Chicago legt dem früheren Superstar 13 Anklagepunkte zur Last, unter anderem die Produktion von Kinderpornografie und Behinderung der Justiz. Hinzu kommen fünf Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft im New Yorker Stadtteil Brooklyn, unter anderem Erpressung. R. Kelly soll Mitarbeiter, darunter Bodyguards und Assistenten, angestiftet haben, Mädchen für illegale sexuelle Handlungen zu gewinnen.

          Insgesamt geht es bei den neuen Anklagepunkten um die Misshandlung von zehn Frauen, von denen acht zur angeblichen Tatzeit minderjährig waren. Kelly beteuert seine Unschuld.

          Dem Sänger waren in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Anklagepunkte zur Last gelegt worden, unter anderem ein schwerer sexueller Übergriff. Der Musiker hatte auf nicht schuldig plädiert und war gegen Kaution freigekommen.

          Die ersten Anschuldigungen gegen den aus Chicago stammenden Musiker mit dem bürgerlichen Namen Robert Sylvester Kelly waren vor rund 20 Jahren bekannt geworden. Neues Aufsehen erregten in den vergangenen Monaten Vorwürfe in der TV-Dokumentation „Surviving R. Kelly“.

          Kelly, der mit rund 50 Millionen verkauften Alben und zahlreichen Auszeichnungen jahrelang zu den erfolgreichsten R&B-Künstlern zählte, hatte seinen Kritikern immer wieder Rufmord-Kampagnen vorgeworfen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Immer mehr, immer größer, immer schneller: Autos auf den Straßen von Berlin.

          Wandel der Mobilität : Augen auf vorm Autokauf!

          Ob Auto, Bahn oder Fahrrad – Mobilität ist individuell und abhängig von Bedürfnissen und Lebensumständen. Doch jeder sollte bereit sein, sich zu hinterfragen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.