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Prozesspause : Gegen Marco W. wird erst im Juli wieder verhandelt

  • Aktualisiert am

Marco W. Bild: AP

Marco W. muss sich weiter in Geduld üben. Nach dreimonatiger Pause brach das Gericht im türkischen Antalya die Verhandlung nach wenigen Minuten zum zweiten Mal ab. Es will ein weiteres psychologisches Gutachten abwarten.

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          Der Prozess gegen den wegen sexuellen Missbrauchs angeklagten Marco W. aus Niedersachsen im türkischen Antalya ist am Dienstag schon nach wenigen Minuten abgebrochen worden. Nach Angaben von Marcos Anwälten will das Gericht erst den Eingang eines psychologischen Gutachtens über das mutmaßliche Opfer, eine heute 14 Jahre alte Britin, abwarten. Die Verhandlung solle am 4. Juli wieder aufgenommen werden. Der 18 Jahre alte Schüler aus Uelzen war auf Anraten seiner Ärzte nicht nach Antalya gereist. Er leide unter der öffentlichen Aufmerksamkeit und befinde sich seit Januar in psychologischer Behandlung, teilten seine Anwälte mit. Es sei jedoch „vorstellbar und überhaupt nicht ausgeschlossen“, dass Marco zu weiteren Verhandlungsterminen in die Türkei reise. Das Gericht habe unterdessen am Dienstag abermals betont, dass Marco auch am nächsten Verhandlungstag nicht persönlich anwesend sein muss. Nach einer dreimonatigen Verhandlungspause war der Prozess gegen Marco W. am Dienstag fortgesetzt worden.

          Anwälte rechnen nicht mit Gefängnisstrafe

          Die Anwälte rechnen nicht mit einer Gefängnisstrafe für den Schüler. Selbst wenn es keinen Freispruch gäbe, sei anzunehmen, dass er höchstens eine Bewährungsstrafe erhalten werde, teilten sie mit. Marco W. soll in der Türkei während eines Osterurlaubes im vergangenen Jahr das damals 13 Jahre alte britische Mädchen Charlotte in einem Hotelzimmer sexuell missbraucht haben. Der Schüler, der die Vorwürfe stets bestritt, wurde festgenommen und musste acht Monate in Untersuchungshaft bleiben. Im Dezember wurde er freigelassen und kehrte nach Deutschland zurück. Der Fall hat wegen der langen Untersuchungshaft zu politischen Spannungen zwischen der Türkei und Deutschland geführt

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