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Prozess um erschossenen Wolf : Jäger muss 3500 Euro Strafe zahlen

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Umstrittene Rückkehrer: Wölfe in Deutschland Bild: dpa

Es war wohl der erste seiner Art in Rheinland-Pfalz seit mehr als 100 Jahren: Weil er einen Wolf im Westerwald erschossen hatte, ist ein Jäger zu einer Geldstrafe von 3500 verurteilt worden.

          Weil er einen Wolf im Westerwald erschossen hat, muss ein Jäger aus dem Raum Köln eine Geldstrafe von insgesamt 3500 Euro zahlen. Das entschied das Amtsgericht Montabaur am Donnerstag. Es liege ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor, weil der Jäger ein Wirbeltier ohne Grund getötet habe, sagte Richter Jens Kaboth.

          Dabei sei es unerheblich, ob es sich tatsächlich um einen Wolf oder einen Hund gehandelt habe. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe von 4000 Euro gefordert, der Verteidiger des Jägers auf Freispruch plädiert.

          Der Jäger hatte am 20. April 2012 das Tier im Westerwald erschossen und sich später selbst der Polizei gestellt. Der tote Vierbeiner war nach Experteneinschätzung der erste Wolf im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz seit rund 120 Jahren. Ein Verhaltensbiologe bezweifelte dies. Der Abschuss hatte für große Empörung unter Naturschützern gesorgt.

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