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Prozess in Los Angeles : Immobilienerbe Durst will in Mordprozess auf nicht schuldig plädieren

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Robert Durst önnte bei Dokumentarfilmarbeiten unbeabsichtigt ein Geständnis abgelegt haben. Bild: AP

Robert Durst ist 73 Jahre alt, Multimillionär und soll vor knapp 16 Jahren eine Freundin ermordet haben. Während Dreharbeiten könnte er unbeabsichtigt ein Geständnis abgelegt haben.

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          Der amerikanische Immobilienerbe Robert Durst muss sich ab kommender Woche in Los Angeles wegen Mordvorwürfen vor Gericht verantworten. Der 73 Jahre alte Multimillionär soll vor knapp 16 Jahren eine Freundin ermordet haben. Für den Prozess, der am Montag beginnt, wurde Durst am Freitag von Louisiana nach Los Angeles verlegt. Er will auf nicht schuldig plädieren.

          Mordgeständnis bei Dreharbeiten

          Die Staatsanwaltschaft wirft Durst vor, seine enge Freundin Susan Berman im Dezember 2000 in Los Angeles erschossen zu haben. Im März 2015 hatte Durst bei Dreharbeiten zu einer Fernsehdokumentation über sein Leben wohl unbeabsichtigt ein Mordgeständnis abgelegt. Der Multimillionär war sich offenbar nicht bewusst, dass das Mikrofon angeschaltet war, als er die Waschräume aufsuchte. Dabei murmelte er vor sich hin: „Was habe ich nur getan? Ich habe sie natürlich alle getötet.“

          Berman war einen Tag, bevor sie bei der Polizei wegen des Verschwindens von Dursts Ehefrau Kathie in New York im Jahr 1982 aussagen sollte, erschossen in ihrem Haus aufgefunden worden. Auch bei dem Verschwinden seiner Frau steht Durst unter Verdacht.

          Nachbar erschossen

          Im Jahr 2001 versteckte sich Durst in der texanischen Küstenstadt Galveston vor den Ermittlern. Dort erschoss er seinen Nachbarn in einer Auseinandersetzung und zerstückelte dessen Leiche. Zwei Jahre später wurde er aber überraschend wegen Notwehr freigesprochen. Durst hatte ausgesagt, seinen Nachbarn versehentlich beim Gerangel um die Waffe erschossen zu haben.

          Offen ist bislang, ob Dursts gemurmelte Worte als Geständnis gewertet werden können. Die Dokumentation „The Jinx: The Life and Deaths of Robert Durst“ (“Der Unglücksbringer: Das Leben und die Tode des Robert Durst“) habe bei Erhebung der Anklage jedoch eine Rolle gespielt, hieß es seitens der Behörden in Los Angeles.

          Im April wurde Durst bereits zu sieben Jahren Haft wegen unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt. Die Polizei hatte in seinem Hotelzimmer in New Orleans einen Revolver vom Kaliber 38 sowie Marihuana gefunden, Durst bekannte sich schuldig.

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