Prozess in Berlin :
Hat Bushido vor Gericht gelogen?

Von Sebastian Eder, Berlin
Lesezeit: 3 Min.
Rapper Bushido (links) berät sich vor Gericht mit seinem Anwalt (Archivbild)
Im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker wird weiter auf Nebenschauplätzen gekämpft. Die Verteidigung meint, Bushido bei einer Lüge erwischt zu haben. Vor einem Zivilgericht geht es unterdessen um viel Geld.

Eigentlich sollte es in diesem Verfahren um ganz andere Dinge gehen: Arafat Abou-Chaker wird vorgeworfen, den Rapper Bushido bedroht, verletzt und eingesperrt zu haben, als der sich 2017 geschäftlich von ihm trennen wollte. Seit es am 22. September aber eine Großrazzia bei Abou-Chaker wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung gab, verliert sich der Prozess am Berliner Landgericht auf Nebenschauplätzen. Auch am Montag ließen die Abou-Chaker-Verteidiger nicht locker: Sie wollen Bushido bei einer „offensichtlichen Lüge“ erwischt haben. Der Rapper hatte ausgesagt, dass er von der Durchsuchung bei Abou-Chaker auf dem Grundstück in Kleinmachnow, das zur Hälfte ihm gehört, an dem besagten Morgen aus Artikeln im Internet erfahren habe. Daraufhin habe er seinen Anwalt Steffen Tzschoppe verständigt, der dann zu dem Grundstück gefahren sei. Tzschoppe hatte diese Darstellung bestätigt.

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