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Prozess abermals vertagt : Urteil für Marco W. frühestens im September

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Das Warten geht weiter: Das Gericht in Antalya hat den Prozess wegen sexuellen Missbrauchs gegen Marco W. am Mittwoch auf den 16. September vertagt. Andere Verfahren im gleichen Gerichtssaal hatten zu viel Zeit in Anspruch genommen.

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          Das für Mittwoch erwartete Urteil des Gerichts in Antalya für den 19-jährigen deutschen Schüler Marco W. ist verschoben worden. Der Missbrauchsprozess wurde auf den 16. September vertagt, wie der Verteidiger Ahmet Ersoy bestätigte. Andere Verfahren in dem Gerichtssaal hätten länger als vorgesehen gedauert.

          Ersoy sagte, die Verteidigung habe bereits schriftlich Freispruch gefordert. Sie werde ihren Antrag am nächsten Verhandlungstag mündlich erläutern. Die Staatsanwaltschaft hatte am 5. Juni einen Schuldspruch wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs beantragt, aber kein konkretes Strafmaß genannt.

          Der damals 17-jährige Schüler aus Uelzen soll sich im April 2007 im türkischen Urlaubsort Side an der 13-jährigen Engländerin Charlotte sexuell vergangen haben. An der Gerichtsverhandlung nimmt er nicht mehr teil, seit er im Dezember 2007 nach acht Monaten aus der Untersuchungshaft freigekommen war. Seine Eltern hatten am Dienstag die Erwartung geäußert, dass das türkische Gericht Marco freisprechen und damit der Einschätzung der Lüneburger Staatsanwaltschaft folgen würde. Diese hatte Anfang Mai ihr eigenes Ermittlungsverfahren in diesem Fall eingestellt.

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