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Mallorca : Hunderte protestieren nach Gruppenvergewaltigung

  • Aktualisiert am

Teilnehmerinnen der Demonstration halten ein Plakat mit der Aufschrift: „Wir wollen ein Leben frei von Sexisten“. Bild: dpa

Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer Deutschen auf Mallorca ist es auf der Insel zu Protesten gekommen. Bereits in der Vergangenheit war es zu ähnlichen Fällen gekommen.

          Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer Deutschen auf Mallorca haben Hunderte Demonstranten auf der Baleareninsel gegen sexuelle Gewalt protestiert. Zu den Kundgebungen, die am Montagabend unter anderem auf dem Rathausplatz der Hauptstadt Palma sowie in Manacor und Cala Rajada stattfanden, hatten mehrere Frauenrechtsorganisationen im Internet aufgerufen. Die überwiegend weiblichen Teilnehmerinnen riefen unter anderem lautstark Sätze wie „Nein ist Nein!“ und hielten Plakate mit der Aufschrift „Wir wollen ein Leben frei von Machismus“ in die Höhe, wie die mallorquinische Zeitung „Ultima Hora“ berichtete.

          Damit wollten sich die Organisatorinnen dafür einsetzen, dass Sexualdelikte von der Justiz verfolgt werden und die Täter nicht straffrei davonkommen, wie es auf Facebook hieß. Bei der Aktion ging es nicht nur um den Fall der Deutschen, die vorige Woche in Cala Rajada von zwei Landsleuten vergewaltigt worden sein soll – sondern auch um ähnliche Fälle, die in Spanien in der Vergangenheit für Empörung gesorgt hatten.

          Wegen des jüngsten Sexualdelikts sitzen zwei Deutsche ohne Möglichkeit auf Kaution in Untersuchungshaft. Zwei weitere Deutsche, die im Zusammenhang mit der Tat festgenommen worden waren, wurden am Wochenende vom zuständigen Gericht zunächst auf freien Fuß gesetzt.

          Die Verdächtigen sollen die Tat bei ihren Vernehmungen bestritten haben. Es sei zwar zum Sex gekommen, dieser sei aber „einvernehmlich“ gewesen, hatten örtliche Zeitungen die Behörden zitiert. Ärztliche Untersuchungen sollen hingegen bestätigt haben, dass die 18-Jährige Opfer sexueller Gewalt geworden ist. Eine Gerichtssprecherin sagte am Montag, dass die Justiz während der Ermittlungen zunächst keine weiteren Details bekanntgeben werde.

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