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Protest vor Maritim Hotel : Polizei und Aktivisten geraten in Frankfurt aneinander

  • Aktualisiert am

Vor dem Maritim Hotel an der Frankfurter Messe kam es am Donnerstagabend zu Protesten. (Archivbild) Bild: Picture-Alliance

Unruhige Nacht in Frankfurt: Randalierer beschädigen einen Hoteleingang. Dann geht die Polizei auf dem alten Uni-Campus gegen Aktivisten vor. Die belagern dann die Polizeiwache.

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          Nach einem gewalttätigen Protest vor dem Frankfurter Maritim-Hotel ist es zu Auseinandersetzungen zwischen linken Aktivisten eines Flüchtlingsprojekts und der Polizei gekommen. Eine Gruppe von 30 Menschen hatte am Donnerstagabend den Eingangsbereich des Hotels nahe dem Messegelände mit Steinen, Pollern und Farbbeuteln demoliert und einen mehr als 10.000 Euro hohen Schaden verursacht, wie die Polizei mitteilte. Die Aktion soll sich gegen die AfD gerichtet haben. Im Kölner Maritim-Hotel ist Ende April der AfD-Bundesparteitag geplant.

          Die Polizei nahm drei Verdächtige vorläufig fest und folgte weiteren Randalierern auf den alten Uni-Campus im Stadtteil Bockenheim. Dort fand ein Treffen der Flüchtlingsinitiative „Project Shelter“ statt. 40 Teilnehmer der Veranstaltung wurden durchsucht, einen Mann nahmen die Beamten wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz fest. Die Polizei setzten nach eigenen Angaben Schlagstöcke und Pfefferspray ein, weil die Anwesenden versuchten, die Festnahme durch eine Sitzblockade zu verhindern.

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          Etwa 150 Aktivisten versammelten sich daraufhin vor dem Polizeirevier in Bockenheim und forderten die Freilassung des Mitglieds der Initiative. Am späteren Abend wurde der Mann entlassen.

          „Project Shelter“ kritisierte das Vorgehen der Polizei scharf. Das Treffen sei „aus heiterem Himmel und rechtswidrig von Polizei in voller Montur aufgelöst“ worden, hieß es. Alle Mitglieder der Gruppe hätten unter Generalverdacht gestanden. Unterlagen der Initiative seien durchsucht worden. Die Initiative trifft sich regelmäßig im Studierendenhaus auf dem Campus.

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