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Landgericht Kiel : Haft und Psychiatrie für Prostituierte, die Freier erstach

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Die Angeklagte beim Prozessauftakt am 21. April. Eine Woche später wurde sie jetzt verurteilt. Bild: dpa

Beim Sex tötete eine 28 Jahre alte Prostituierte ihren 30 Jahre älteren Freier mit zwei Messerstichen. Wegen einer schweren Persönlichkeitsstörung muss sie nach der Haft in die Psychiatrie.

          Für die tödliche Messerattacke auf einen Freier hat das Kieler Landgericht eine 28 Jahre alte Prostituierte zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Zugleich wurde die Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet. Das Schwurgericht sah es am Freitag als erwiesen an, dass die Frau im Oktober 2016 einen 58 Jahre alten Steuerberater in dessen Wohnung in Bad Segeberg beim Sexspiel mit zwei Messerstichen tötete. Die Kammer wertete die Tat als heimtückischen Mord.

          Opfer und Täterin kannten sich. Der Anklage zufolge lag der Mann mit über dem Kopf gefesselten Händen und verbundenen Augen auf dem Bett, als die 28-Jährige mit einem Küchenmesser zwei Mal zustach. Der Mann verblutete.

          Von ihr seien weitere Straftaten zu befürchten

          Die Staatsanwältin hatte neuneinhalb Jahre Haft für die Angeklagte gefordert. Die Frau sei aber wegen einer schweren Persönlichkeitsstörung nur vermindert schuldfähig. Sie müsse untergebracht werden, da von ihr weitere Straftaten zu befürchten seien. Der Verteidiger ging von gefährlicher Körperverletzung aus und wollte eine Freiheitsstrafe unter fünf Jahren.

          Nach Zeugenaussagen rastete die 28-Jährige unter Alkohol immer wieder aggressiv aus. Da sie im Prozess schwieg blieben Motiv und genauer Tatablauf weitgehend im Dunkeln.

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