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Nach Schießerei in Florida : Prominente fordern striktere Waffengesetze

  • -Aktualisiert am

Mitarbeiter des FBI und Polizisten stehen in der Nähe der Marjory Stoneman Douglas High School, nachdem dort tödliche Schüsse gefallen sind. Bild: dpa

Ein 19-Jähriger erschießt an einer High School in Florida 17 Menschen. Kurz darauf wird er festgenommen. Politiker und Prominente dringen auf eine Reform.

          Wieder einmal hat es ein blutiges Massaker an einer amerikanischen High School gegeben. Am Mittwoch betrat ein 19 Jahre alter Mann seine frühere Schule, die Marjory Stoneman Douglas Highshool in Parkland im Bundesstaat Florida. Bei sich trug er eine halbautomatische Waffe. Er löste den Feueralarm aus, anschließend schoss er auf die fliehenden Schüler und Lehrer. 17 Menschen starben durch das Massaker, Dutzende weitere wurden verletzt.

          Kurz nach der Tat bekundete Präsident Donald Trump auf Twitter sein Beileid: „Meine Gebete und mein Beileid an die Familien der Opfer der schrecklichen Florida-Schießerei. Kein Kind, Lehrer oder sonst jemand sollte sich jemals in einer amerikanischen Schule unsicher fühlen.“

          Das Massaker ist bereits die achte Schießerei in einer amerikanischen Schule in diesem Jahr. Dementsprechend entsetzt reagierten Politiker und Prominente in den sozialen Netzwerken.

          Das Massaker löste bei etlichen Prominenten eine weitere Diskussion um die Waffengesetze in Florida aus. Schauspielerin Bette Midler empörte sich auf Twitter über die Beileidsbekundungen von Floridas Gouverneur Rick Scott: „Hier kommt der heuchlerische Rick Scott mit seinen verdammten, nutzlosen Gedanken und Gebeten, und das ist nicht die Zeit, um über eine Nation zu sprechen, die mit Waffen überschwemmt ist.“

          „Das ist nicht richtig. Das ist nicht normal. Unsere Schulen werden zu neuen Tötungsfeldern“, twitterte Jackie Speier, die für den Bundesstaat Kalifornien im Repräsentantenhaus sitzt. Sie forderte den Kongress auf, die Waffengesetze zu reformieren.

          Damit ist sie nicht allein. Weitere Prominente folgten ihrem Beispiel und forderten striktere Waffengesetze. “Wir sind es unseren Kindern und Lehrern schuldig, ihnen in der Schule Sicherheit zu bieten. Gebete werden das nicht schaffen: Taten schon“, schrieb Kim Kardashian. Und auch Reese Witherspoon rief dazu auf, mehr dafür zu tun, „sinnlose Taten der Waffengewalt“ zu vermeiden.

          Schauspielerin Chelsea Handler zieht die Politiker zur Verantworung. Es sei widerlich, wie oft Schießereien in Schulen passierten und Republikaner nicht handelten: „Ihr habt alle Blut an den Händen.“

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