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Portugal : Reemtsma-Entführer stirbt bei Klippensturz

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In Portugal ist einer der Entführer Jan Philipp Reemtsmas von einer Klippe gestürzt. Noch ist unklar, ob es sich um einen Unfall handelt. Der Vorfall geschah bereits vor einem Jahr, kam aber erst jetzt ans Licht.

          Einer der Entführer des Hamburger Millionenerben Jan Philipp Reemtsma ist vor einem Jahr an der Südküste Portugals ums Leben gekommen. Der 72 Jahre alte Wolfgang K. sei im Februar 2014 an der Algarve entdeckt worden, sagte eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung.

          Er sei bald nach dem Fund identifiziert worden. Das Landeskriminalamt habe im Mai 2014 über Verbindungsbeamte der deutschen Botschaft in Portugal davon erfahren. Zur Todesursache und zum genauen Fundort der Leiche konnte die Sprecherin keine Angaben machen. „Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.“ Sie bestätigte jedoch, dass K. von einer Klippe gestürzt sei.

          Im März 1996 hatte eine vierköpfige Bande den Hamburger Millionenerben und Sozialwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma entführt. Nach 33 Tagen ließen die Täter Reemtsma für umgerechnet rund 15,3 Millionen Euro – das bis dahin höchste bekannte Lösegeld in Deutschland – unverletzt frei. Vom Großteil des Geldes fehlt bis heute jede Spur.

          K. wurde Ende Mai 1996 in der spanischen Stadt Murcia festgenommen. 1997 verurteilte ihn das Hamburger Landgericht zu einer Haftstrafe von zehneinhalb Jahren. Im Oktober 2013 war als letzter der Verurteilten Thomas Drach nach mehr als 15 Jahren aus der Haft entlassen worden.

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