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In Nordrhein-Westfalen : Polizeigewerkschaft will Gaffern die Handys abnehmen lassen

  • Aktualisiert am

Auf einem Polizeifahrzeug warnt auf der Autobahn A8 eine Leuchtschrift vor einer Unfallstelle. Bild: dpa

Gaffer starren und filmen Menschen, die in Unfälle verwickelt sind. Die Polizei will nun mit neuen Mitteln im Kampf gegen Gaffer vorgehen.

          Nachdem an Pfingsten Gaffer wieder Rettungskräfte behindert haben, schlägt die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) in Nordrhein-Westfalen (NRW) vor, ihnen die Smartphones wegzunehmen. Das berichtet die „Rheinische Post“ (RP). „Die Sicherstellung ihrer Handys würde einen nachhaltigen Eindruck auf die Täter und potentielle Nachahmer machen“, sagte der Landesvorsitzende Erich Rettinghaus der RP.

          Der zweite Verband, die Gewerkschaft der Polizei (GdP), macht sich laut RP für Kameras an den Einsatzfahrzeugen stark, die am Einsatzort die Gaffer automatisch filmen. „Wir müssen sie mit ihren eigenen Mitteln schlagen“, sagte GdP-Landeschef Michael Mertens. Die technischen Voraussetzungen dafür seien gegeben. „Nur die Politik muss es auch wollen“, so Mertens.

          NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der RP: „Gaffer sollten sich schämen. Und sich selbst einmal fragen, ob sie in einer solchen Notsituation angestarrt und gefilmt werden wollten.“ Er frage sich „manchmal, ob einige Menschen durch zu viel gucken von Filmchen im Netz nicht den Bezug zur Realität verloren haben“, zitiert die Zeitung den Innenminister.

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