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Auf Einkaufsstraße Zeil : Polizisten in Frankfurt mit Flaschen und Steinen beworfen

Zwei Polizisten wurden am Freitagabend auf der Frankfurter Zeil angegriffen. Bild: Lucas Bäuml

In der Frankfurter Innenstadt ist am späten Freitagabend ein Streit zwischen zwei Männern eskaliert. Als eine Polizistin und ihr Kollege schlichten wollten, wurden sie aus einer Gruppe von Menschen heraus attackiert.

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          Bei dem Versuch, einen Streit zu schlichten, sind am späten Freitagabend auf der Frankfurter Zeil zwei Polizisten tätlich angegriffen worden. Wie die Behörde mitteilte, waren die Beamtin und der Beamte gegen 22 Uhr mit einem Streifenwagen auf der Einkaufsstraße unterwegs, als sie beobachteten, wie zwei Männer aneinander gerieten. Als sie einschritten und die Personalien aller Beteiligten aufnehmen wollten, reagierten die Personen aggressiv und leisteten Widerstand.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Situation eskalierte, als sich in der anschließenden Festnahmesituation weitere rund 25 Personen versammelten und die Polizisten mit Steinen und Flaschen bewarfen. Bei den Tätern soll es sich überwiegend um Jugendliche gehandelt haben. Einer von ihnen zielte mit Pfefferspray auf die Polizistin, verfehlte diese jedoch.

          Die Streife zog sich “aus taktischen Gründen“ zurück und forderte Unterstützung an, hieß es weiter. Der Mann, der sich zuvor gegen seine Festnahme gewehrt hatte, versuchte die Polizisten schließlich noch daran zu hindern, wegzufahren, indem er vor den Streifenwagen rannte und sich an einen der Außenspiegel hing. Erst als weitere Streifen eintrafen, löste sich die Gruppe auf. Von dem Geschehen kursierten am Samstag mehrere Videos in den sozialen Netzwerken.

          Der 27 Jahre alte Polizist wurde bei dem Einsatz verletzt und konnte seinen Dienst nicht weiter fortführen. Die 24 Jahre alte Beamtin blieb unverletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Verdachts der Körperverletzung sowie Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs und Gefangenenbefreiung.

          Nähere Details zu dem Vorfall nannte die Polizei nicht. Eine Sprecherin betonte aber, der Vorfall stehe nicht im Zusammenhang mit den verschärften Corona-Kontrollen. Auslöser sei nach derzeitigen Erkenntnissen die Auseinandersetzung zwischen den beiden Beteiligten gewesen. Dennoch seien noch viele Fragen ungeklärt. Näheres könne man erst am Montag sagen, wenn die Ermittlungen fortgeschritten seien. „Es gehört leider zum polizeilichen Alltag, nie zu wissen, wie sich eine Situation entwickelt.“ Dieser Vorfall sei ein Beispiel dafür. 

          Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 069 / 755-53111 an den Kriminaldauerdienst zu wenden. Dort würden auch Videoaufnahmen entgegen genommen.  

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