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„The Voice“-Star : Polizei identifiziert Mörder von Christina Grimmie

  • Aktualisiert am

Christina Grimmie bei einem Auftritt im März 2016 Bild: AP

Der Mann, der die Sängerin Christina Grimmie bei einer Autogrammstunde erschossen hat, hatte zwei Schusswaffen, zwei volle Magazine und ein Jagdmesser bei sich. In der Sicherheitskontrolle wurde das übersehen.

          Nachdem die amerikanische Sängerin Christina Grimmie bei einer Autogrammstunde nach einem Konzert in Florida erschossen wurde, hat die Polizei den Täter identifiziert. Es handelt es sich um den 27 Jahre alten Kevin James Loibl aus St. Petersburg im Bundesstaat Florida. Er sei offenbar mit dem Vorsatz nach Orlando gekommen, Grimmie anzugreifen. Danach habe er anscheinend heimkehren wollen, sagte der örtliche Polizeichef John Mina. Stattdessen brachte er sich dann selbst um. Loibl hatte demnach zwei Schusswaffen, zwei volle Magazine und ein Jagdmesser bei sich.

          Bei dem Konzert hatten laut Polizei unbewaffnete Ordnungskräfte die Taschen der Besucher durchsucht, aber Loibls Waffen offenbar nicht entdeckt. Die Konzertbesucher seien zumeist Kinder gewesen, also „keine Menge, bei der du Waffen erwarten würdest“, sagte Polizeichef Mina.

          Das Tatmotiv war zunächst unklar. Die Ermittler untersuchten daher Handy und Computer des Täters. „Wir wissen nicht, ob es einfach irgendein verrückter Fan war“, sagte Polizeisprecherin Wanda Miglio. Grimmies Bruder sei „ein Held“, weil er mit seinem Eingreifen verhindert habe, dass der Angreifer noch auf weitere Menschen schießen konnte.

          Grimmies Bruder wollte den Mörder überwältigen

          Vor dem Angriff war Grimmie am Freitagabend (Ortszeit) in Orlando mit der Gruppe Before You Exit aufgetreten. Als sie anschließend Autogramme gab, kam nach Polizeiangaben ein Mann auf sie zu und schoss auf sie. Grimmies Bruder habe versucht, den Mann zu überwältigen, daraufhin habe dieser sich selbst erschossen. Die Sängerin starb kurze Zeit später im Krankenhaus.

          Die 22-jährige Grimmie wurde unter anderem durch ihre Teilnahme an der Talentshow „The Voice“ sowie durch YouTube-Videos bekannt.  Grimmie war durch ihre Cover-Versionen von berühmten Songs bekannt geworden. Ihr YouTube-Kanal hat mehr als 3,1 Millionen Abonnenten, ihre Videos wurden fast 380 Millionen Mal angeklickt. 2011 brachte sie ihr erstes Album „Find me“ heraus, 2014 nahm sie an der Talentshow „The Voice“ teil. Die Veranstalter der NBC-Show erklärten, mit Grimmie habe die Welt „eine schöne Seele und umwerfende Stimme verloren“.

          Maroon 5-Frontsänger Adam Levine, der Grimmie als Juror von „The Voice“ in sein Team gewählt hatte, schrieb im sozialen Netzwerk Instagram, er sei „traurig, schockiert und verwirrt“. Die Sängerin Selena Gomez, die mit Grimmie befreundet war und sie manchmal als Background-Sängerin engagierte, twitterte: „Mein Herz ist total gebrochen. Ich vermisse Dich, Christina.“

          Mögliche Debatte über Waffengewalt

          Gomez’ Stiefvater Brian Teefey war Grimmies langjähriger Manager. Er startete im Internetportal GoFundMe einen Spendenaufruf für Grimmies Familie. Dem Magazin „People“ sagte er: „Christina war für mich wie eine zweite Tochter. Alles, was ich wollte, war ihr zu helfen, ihre musikalischen Träume zu erreichen und sie zugleich vor den Fallgruben in diesem Business zu schützen.“ Er hätte „nie gedacht, dass dieses schreckliche Ereignis eine der Fallgruben ist, die gemieden werden müssen.“

          Grimmies Tod könnte die Debatte über Waffengewalt in den Vereinigten Staaten neu entfachen.

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