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Vereinigte Staaten : Warum tötete der Amokläufer von Oregon?

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Eine ehemalige Studentin des Umpqua Community College mit Kerzen bei einer Gedenkfeier für die Opfer des Amoklaufs in Roseburg, Orgeon. Bild: AP

Bei dem Schützen, der in den Vereinigten Staaten mindestens zehn Menschen tötete, handelt es sich um einen 26 Jahre alten Mann. Er hatte möglicherweise ein religiöses Motiv.

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          Die Ermittler in Oregon haben nach Angaben mehrerer amerikanischer Medien den Amokläufer identifiziert, der an einem College mindestens zehn Menschen getötet und mehrere verletzt hat. Bei dem Täter soll es sich um den 26 Jahre alten Mann Chris Harper M. handeln, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf die Polizei. Sheriff John Hanlin wollte den Namen des mutmaßlichen Täters nicht bestätigen. „Ich werde ihm nicht die Anerkennung geben, die er für seine feige und fürchterliche Tat wahrscheinlich haben wollte.“

          Bluttat in Roseburg : Zehn Tote in Amerika

          Augenzeugenberichten zufolge verfolgte der später durch Polizeischüsse getötete Schütze möglicherweise ein religiöses Motiv: Er hatte seine Opfer nach deren Religion gefragt. Laut dem Nachrichtensender CNN gibt es Hinweise, dass der Amokläufer gezielt Christen töten wollte. Das habe der Vater einer Verwundeten dem Sender gesagt. Die Polizei machte über das mögliche Motiv zunächst keine Angaben. „Es scheint, als sei er ein zorniger junger Mann gewesen, der voller Hass war“, sagte ein Ermittler der „New York Times“.

          Scharfschützen nach dem Amoklauf in Oregon am Umpqua Community College. Bilderstrecke
          Scharfschützen nach dem Amoklauf in Oregon am Umpqua Community College. :

          Der Zeitung zufolge ging der erste Notruf am Vormittag um 10:38 Uhr Ortszeit bei den Behörden ein. Nach Angaben von Zeugen feuerte der Täter „mit einem langen Gewehr“. Erst zwei Stunden später gaben die Behörden Entwarnung. Wenig später wurden die Studenten mit Bussen vom Campus geholt – und zuvor auf gefährliche Gegenstände abgesucht. Außerdem fahndeten die Beamten nach möglichen Komplizen, die es aber offenbar nicht gegeben hat.

          Roseburg liegt etwa 300 Kilometer südlich der Metropole Portland. Das College im ländlichen Südwesten Oregons hat etwa 3300 Vollzeit- und 16.000 Teilzeit-Studenten.

          Eine junge Frau twittert während des Amoklaufs zwei Nachrichten. Die erste lautet „Um Gottes Willen, jemand schießt auf dem Campus.“ Eine Minute später berichtet sie: „Überall rennen Studenten. Oh mein Gott“. Oregons Senator Jeff Merkley zeigte sich bestürzt: „Schreckliche Nachrichten vom Umpqua Community College in Rosberg. Mein Herz und meine Gebete sind bei den Opfern und ihren Familien.“

          In den Vereinigten Staaten hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Schießereien an Bildungseinrichtungen gegeben. Besonders nach dem Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule im Jahr 2012 verschärften zahlreiche Schulen und Hochschulen die Sicherheitsvorkehrungen. Bei der Bluttat in der Kleinstadt Newtown hatte der 20-jährige Täter 20 Kinder und sechs Erwachsene getötet, bevor er sich selbst erschoss. Auf politischer Ebene scheiterte Präsident Barack Obama trotzdem damit, das Waffenrecht zu verschärfen.

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