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Wegen Halloweenparty : Polizei geht in Hagen gegen mehr als 170 Rocker vor

  • Aktualisiert am

Polizeibeamte stehen vor dem Gelände eines Rockerclubs in Hagen. Bild: dpa

Mit einem Großaufgebot kontrollierte die Polizei am Donnerstagabend das Vereinsheim eines Rockerclubs in Hagen. Dort sollte eine Halloween-Party stattfinden. In den Vorjahren war es teilweise zu Auseinandersetzungen gekommen.

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          Polizei und Ordnungsbehörden sind im nordrhein-westfälischen Hagen gegen einen Rockerklub vorgegangen. Mit einem Großaufgebot riegelten sie am Donnerstagabend ein Vereinsheim ab und kontrollierten mehr als 170 Rocker und 55 Fahrzeuge, wie die Polizei mitteilte. Auslöser war eine geplante Halloweenparty. In den Vorjahren war es teilweise zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit anderen Rockergruppierungen im Großraum Hagen gekommen.

          Bei der Durchsuchung des Vereinsheims wurden mehrere Lang- und Kurzwaffen sowie Elektroschockpistolen gefunden. Zudem untersagte das Ordnungsamt den Rockern den Alkoholausschank, weil keine Schankerlaubnis vorlag. Zwei nicht genehmigte Verkaufsstände wurden verboten. An dem Einsatz waren rund 150 Beamte beteiligt.

          Eierwerfer in Berlin und Südhessen

          In Berlin musste die Polizei zu Halloween stadtweit zu Einsätzen ausrücken. Es habe aber keine größeren Vorkommnisse gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Besondere Schwerpunkte waren am Donnerstagabend die Pallasstraße in Berlin-Schöneberg, sowie der Vorplatz am S-Bahnhof Gesundbrunnen. Was sich dort abspielte, sei aber „bei weitem nicht vergleichbar mit dem Vorjahr und 2017“, hieß es vom Sprecher weiter. Demnach wurde Pyrotechnik gezündet und Eier auf Fahrzeuge geworfen. Außerdem musste die Polizei einige Platzverweise aussprechen.

          Im vergangenen Jahr wurde an Halloween unter anderem ein Linienbus der BVG in Berlin-Kreuzberg von Jugendlichen mit Steinen beworfen und beschädigt. In Berlin-Schöneberg verfehlte damals ein Böller eine Radfahrerin nur knapp.

          In Südhessen sorgten ebenfalls Eierwerfer für Polizeieinsätze, wie aus dem Bericht des dortigen Polizeipräsidiums hervorgeht. Am Donnerstagabend wurden dort mehr als 20 Vorfälle im Zusammenhang mit Halloween gemeldet. „Dabei handelte es sich hauptsächlich um Eierwürfe gegen Wohnhäuser und Autos“, berichteten die Beamten am Freitag. In Mörfelden und Raunheim wurden Eier auf fahrende Autos geworfen, in Rüsselsheim von einer Brücke. In der Darmstädter Innenstadt warfen Unbekannte Eier durch ein offenstehendes Fenster ins Bad, in Darmstadt-Wixhausen gegen eine Hauswand.

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