https://www.faz.net/-gum-8mz1n

Organisierte Kriminalität : Großrazzia gegen Tschetschenen

  • Aktualisiert am

Weil von einem hohen Gewaltpotenzial der Männer auszugehen war, waren auch Beamte der Antiterroreinheit GSG 9 bei der Razzia im Einsatz (Archivbild). Bild: dpa

Das Kürzel REOK steht in Ermittlerkreisen für Russisch-Eurasische Organisierte Kriminalität. Die Polizei will solchen Strukturen möglichst früh begegnen – und setzt auch auf Signalwirkung.

          Bei einer Razzia gegen die Organisierte Kriminalität hat die Polizei am Mittwoch in Sachsen, Thüringen und Rheinland-Pfalz zehn Männer festgenommen und umfangreiches Beweismaterial wie Waffen und Computer sichergestellt. Die Aktion, an der auch die Spezialeinheit GSG 9 beteiligt war, richtete sich vornehmlich gegen Verdächtige aus Tschetschenien. Insgesamt wurden 22 Objekte durchsucht, in den meisten Fällen Wohnungen. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) forderte unterdessen Konsequenzen für das Asylrecht. „Zuwanderer bestimmter Nationalitäten nutzen leider immer wieder das deutsche Asylrecht aus, um hier Straftaten zu verüben“, sagte er.

          16 Beschuldigte stehen im Verdacht, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen in Dresden mit. Außerdem bezieht sich das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden auf Straftaten wie gemeinschaftliche räuberischer Erpressungen, Bedrohungen, Freiheitsberaubungen und Körperverletzungen.

          Da von einem hohen Gewaltpotenzial der Männer auszugehen war, waren auch Beamte von Sondereinheiten im Einsatz, darunter aus der Antiterroreinheit GSG 9. „Gerade in Zeiten, in denen die Maßnahmen zur Abwehr der Terrorgefahr einen Schwerpunkt der kriminalpolizeilichen Arbeit bilden, dürfen wir den traditionellen Kriminalitätsfeldern, insbesondere der OK, keine Freiräume zur Entfaltung lassen. Daher hat dieser Einsatz auch eine Signalwirkung“, erklärte der sächsische LKA-Präsident Jörg Michaelis. Nach Angaben des Landeskriminalamts in Dresden wurden Objekte in den sächsischen Städten Dresden, Leipzig, Pirna und Radeberg sowie in Gotha (Thüringen) und Konz (Rheinland-Pfalz) durchsucht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Finanzminister Scholz will den Soli zurückschrauben. Aber nicht für Sparer.

          Trotz Reform : Viele Sparer müssen weiter Soli zahlen

          Für die meisten Bundesbürger soll der Solidaritätszuschlag ab 2021 entfallen, sagt Finanzminister Scholz. Was er verschweigt: Für den Großteil der Sparer und Anleger gilt das nicht – und das sind nicht nur Großverdiener.
          Der Zusammenschluss von Car 2 Go und Drive Now ist ganz offensichtlich ein Eingeständnis des Scheiterns.

          Auch Mazda steigt aus : Carsharing fährt gegen die Wand

          Es soll eine Lösung für urbane Mobilität sein: Doch Carsharing rechnet sich nicht. Und nicht nur das: Die Autos kämen oft auch verdreckt oder beschädigt zurück, klagen die Anbieter. Jetzt gibt auch Mazda auf.

          Klimaaktivistin in Amerika : „Greta ist das Böse“

          Greta Thunberg wird in den Vereinigten Staaten nicht nur von begeisterten Aktivisten empfangen. Auch die Lobbyisten aus dem Lager der Klimawandel-Leugner laufen sich schon warm.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.