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Pennsylvania : Ehepaar verschenkte Tochter an älteren Mann

  • -Aktualisiert am

Gegen Lee Kaplan wurde nach seiner Festnahme wegen sexuellen Missbrauchs Anklage erhoben. Bild: AP

Der 51 Jahre alte Lee Kaplan hat mit zwölf Mädchen zusammengelebt. Mit dem ältesten zeugte er zwei der Kinder. Die Polizei klärt derzeit, woher die anderen Kinder stammen.

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          Nach der Festnahme eines Amerikaners, der im Bundesstaat Pennsylvania mit zwölf Mädchen im Alter von sechs Monaten bis 18 Jahren zusammenlebte, hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen sexuellen Missbrauchs erhoben. Wie erste Ermittlungen ergaben, hatten die Eheleute Daniel und Savilla Stoltzfus dem 51 Jahre alten Lee Kaplan mindestens eine Tochter als „Geschenk“ überlassen. Der Schrotthändler aus Feasterville bei Philadelphia soll dem Paar zuvor geholfen haben, Schulden zu begleichen.

          Vor vier Jahren zeugte Kaplan mit der damals Vierzehnjährigen das erste Kind. Vor sechs Monaten brachte die Jugendliche das zweite Kind des 51 Jahre alten Mannes zur Welt. Die 42 Jahre alte Savilla Stoltzfus gab nach Kaplans Verhaftung am Donnerstag zu, die Mutter von zehn der Mädchen zu sein, die nach einem Hinweis von Nachbarn im Haus des Schrotthändlers entdeckt wurden. Zudem sei sie die Großmutter des drei Jahre alten Mädchens und ihrer sechs Monate alten Schwester.

          „Wir wissen noch nicht genau, mit was wir es hier zu tun haben“, sagte David Heckler, der Bezirksstaatsanwalt von Bucks County, dem Sender CNN. Nach Recherchen des „Philadelphia Inquirer“ gehörten die Eltern der zehn Mädchen bis 2009 der fundamentalistischen Glaubensgemeinschaft der Amischen an, die seit fast 300 Jahren zurückgezogen in ländlichen Regionen von Bundesstaaten wie Pennsylvania, Indiana und Ohio lebt. Die Eheleute Stoltzfus sollen sich aber von der bibeltreuen Religionsgemeinschaft losgesagt haben, als sie versuchte, ihnen den Metallhandel mit Kaplan, einem Juden, zu verbieten. Wie Kaplan wurden auch Daniel und Savilla Stoltzfus inzwischen verhaftet. Ihre Töchter und Enkelinnen werden laut Staatsanwaltschaft vorerst durch das Jugendamt betreut.

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