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Ausschreitungen wegen Konzert : Bahnhof in Paris in riesige schwarze Rauchwolke gehüllt

  • Aktualisiert am

Proteste am Pariser Gare de Lyon Ende Januar (Archivbild) Bild: AFP

Die Polizei hatte Unruhen befürchtet und sollte Recht behalten: Vor einem großen Pariser Fernbahnhof brennen Autos – der Rauch zieht über das ganze Viertel. Was ist passiert?

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          Rund um das Konzert eines kongolesischen Sängers ist es in Paris zu Ausschreitungen gekommen. Flammen und eine riesige schwarze Rauchwolke stiegen am frühen Freitagabend rund um den Fernbahnhof Gare de Lyon auf. Wie die Staatsbahn SNCF auf Anfrage mitteilte, habe es außerhalb des großen Bahnhofs im Südosten der Hauptstadt Demonstrationen gegeben. Dabei hätten auch Autos sowie Mülltonnen und Motorroller gebrannt. Der Bahnhof wurde evakuiert und geschlossen.

          Weil sie Unruhen befürchtete, hatte die Pariser Polizeipräfektur zuvor ein Demonstrationsverbot rund um die Konzertarena in der Nähe des Gare de Lyon erlassen. Der kongolesische Sänger Fally Ipupa sollte dort am Freitagabend ein Konzert geben. Laut Polizei hattte es zuvor in sozialen Netzwerken Aufrufe zu Protesten und Kämpfen gegeben. Bereits am Nachmittag hatte es zwei Festnahmen gegeben.

          Exil-Kongolesen werfen dem Künstler vor, dem ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila und seinem Nachfolger Félix Tshisekedi nahe zu stehen. 2017 war Berichten zufolge ein Fally-Ipupa-Konzert an einem anderen Pariser Veranstaltungsort wegen der Gefahr „schwerwiegender Störungen der öffentlichen Ordnung“ abgesagt worden.

          Gegen 19 Uhr teilte die Polizeipräfektur mit, dass die Feuer unter Kontrolle seien – die Löscharbeiten seien aber noch im Gange. Sie sprach von „inakzeptabler“ Gewalt und verlinkte auf Twitter ein Video, auf dem zu sehen war, wie Demonstranten auf Feuerwehrleute losgingen. „Empörendes Verhalten von Demonstranten, die der Pariser Feuerwehr den Zugang zum Feuer verwehren“, hieß es.

          Vom Gare de Lyon fahren die Züge Richtung Südfrankreich. Gerade in den Abendstunden herrscht dort großer Andrang. Eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur berichtete, ein massives Sicherheitsaufgebot sei vor Ort, Panik gebe es aber nicht.

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