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Organisierte Kriminalität : Schlag gegen Diebesbanden in Europa

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Von Banden organisierte Wohnungseinbrüche nehmen zu (Archivbild). Jetzt ist der Polizei ein Schlag gegen Kriminelle gelungen. Bild: dpa

Diebstahl, Einbrüche, Raubüberfälle und Menschenhandel: Zweieinhalb Jahre haben europäische Polizisten gegen kriminelle Banden ermittelt. Jetzt wurden Hunderte Verdächtige verhaftet.

          Die Polizei hat nach jahrelangen europaweiten Ermittlungen gegen die Organisierte Kriminalität Dutzende Banden vor allem aus Osteuropa zerschlagen. Hunderte Verdächtige wurden verhaftet. Beteiligt waren Tausende Polizisten aus 100 Polizeibehörden in 22 Ländern, wie das Bundeskriminalamt (BKA) und das Landeskriminalamt (LKA) Berlin am Donnerstag berichteten.

          Die Fahnder und Polizeiexperten konnten 72 verschiedene Banden, die in unterschiedlichen Kriminalitätsfeldern aktiv waren, ermitteln. Es ging um organisierten Diebstahl vor allem von teuren Geländewagen, um Serien von Einbrüchen in Häuser und Wohnungen, um Ladendiebstähle, Raubüberfälle auf Juweliere, Passfälschungen und Menschenhandel bis hin zu Auftragsmorden.

          Die Polizei ermittelte 1890 Verdächtige, ließ 575 Haftbefehle ausstellen und nahm 382 mutmaßliche Täter fest. 79 Täter wurden bereits verurteilt. Die Täter kamen vor allem aus Polen, Litauen und Russland, aber auch aus Georgien und Tschetschenien. Es gab 138 Durchsuchungen in Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, Italien, Portugal, Frankreich und Belgien.

          65 Millionen Euro Schaden alleine durch Autodiebstähle

          Aufgeklärt wurden die Diebstähle von 910 Autos und Lastwagen. Allein der dadurch entstandene Schaden betrug mehr als 65 Millionen Euro. Viele der Ermittlungsverfahren laufen noch, so dass die Zahlen noch steigen könnten, teilten BKA und LKA mit. Insgesamt dürfte der Schaden durch die straff organisierten und professionell agierenden Banden deutlich im dreistelligen Millionenbereich liegen.

          Die Europäische Union förderte die Zusammenarbeit der Polizeibehörden als Projekt unter dem Titel „Internal Security“ mit finanziellen Zuschüssen. Die Ermittlungen dauerten zweieinhalb Jahre.

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