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Aus Museum in Berlin : Einbrecher stehlen Stasi-Orden

Einbruch im „Stasi-Museum“: Zur Beute gehörte der „Karl-Marx-Orden“ – die höchste Auszeichnung der DDR. Bild: EPA

Unbekannte sind in das Stasi-Museum in Berlin eingebrochen. Unter der Beute ist ein Orden, der als höchste Auszeichnung in der DDR galt. Doch nicht alles, was die Diebe mitgenommen haben, ist echt.

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          Die Orden sind weg. Und das bei Erich Mielke, dem ehemaligen Stasi-Chef. Genauer gesagt, im Berliner Stasi-Museum. Dort brachen unbekannte Täter am Wochenende ein. Sie zerschlugen in der Nacht zum Sonntag vier Vitrinen und stahlen einige der höchsten kommunistischen Auszeichnungen. Zu ihrer Beute gehörten der „Vaterländische Verdienstorden in Gold“ und der „Karl-Marx-Orden“, die höchste Auszeichnung der DDR.

          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Hinzu kamen die Orden des großen kommunistischen Bruders „Held der Sowjetunion“ und der „Lenin-Orden“. Sie waren an Mielke und andere Stasi-Chefs verliehen worden. Zudem ließen die Diebe Goldschmuck mitgehen. Ein großer materieller Verlust ist das nicht, doch für solche echte Orden zahlen Sammler bei Versteigerungen mehrere tausend Euro.

          Bei der Nachlassversteigerung des DDR-Devisenbeschaffers Alexander Schalck-Golodkowski wurden vor zwei Jahren für einen Karl-Marx-Orden 8000 Euro gezahlt. Allerdings sind nicht alle Orden, die gestohlen wurden, auch tatsächlich Originale, wie Museumsleiter Jörg Drieselmann der Berliner Zeitung „Der Tagesspiegel“ sagte.

          Bei dem Goldschmuck handelt es sich unter anderem um Trauringe, Ringe mit Steinen und Perlen sowie eine Uhr. Die Stasi konfiszierte den Schmuck etwa bei „Republikflüchtlingen“, manches Stück wurde gegen Devisen in den Westen verkauft. Nach dem Ende der SED-Diktatur wurden große Mengen Gold und Schmuck in den Liegenschaften der Staatssicherheit gefunden. Das Stasi-Museum befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des Hauptsitzes des Ministeriums für Staatssicherheit. Dort hatte Geheimdienstchef Mielke, der im Jahr 2000 verstorben ist, bis 1989 seinen Dienstsitz.

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