https://www.faz.net/-gum-9bjtg

Online-Spiel eskaliert : Prügelei wegen „Pokémon Go“

  • Aktualisiert am

Die Monster sucht man mittels GPS in der realen Welt – sehen kann man sie aber nur auf dem Smartphone. Bild: dpa

Die Kämpfe werden bei „Pokémon Go“ virtuell ausgetragen. In Ludwigshafen führte der Streit zwischen zwei Spielern im Alter von 42 und 51 Jahren jedoch zu realen Handgreiflichkeiten.

          1 Min.

          Eine Schlacht in der Welt der Online-Videospiele hat sich in das real existierende Ludwigshafen verlagert. Zwei Männer – 42 und 51 Jahre alt – gerieten bei dem Online-Game „Pokémon Go“ in der Stadt aneinander. Schließlich stieß der 42 Jahre alte Mann den älteren Spieler so heftig um, dass dieser Verletzungen erlitt und vom Rettungsdienst versorgt wurde, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

          Bei „Pokémon Go“ jagen die Spieler kleine Monster, die sich scheinbar an realen Orten aufhalten. Zu sehen sind sie aber nur auf dem Handy-Display. Das Spiel wurde bereits millionenfach heruntergeladen.

          Bei dem Vorfall in Ludwigshafen bekämpften sich die zwei Männer am Freitagabend zunächst nur virtuell in verschiedenen Spielergruppen bei einer „Pokémon Go Arena“. Nach gegenseitigen Provokationen eskalierte der Streit schließlich. Nun hat der Angreifer den Polizeiangaben zufolge eine Anzeige wegen Körperverletzung kassiert.

          Solche Vorfälle sind kein Einzelfall: Im Sommer 2016, als das Spiel gerade erschienen war, registrierte die Polizei in Großbritannien fast 300 Vorfälle – die Bandbreite reichte damals von Verkehrssünden, über Raub und Körperverletzung bis hin zu Sexualdelikten.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der belarussische Staatschef Alexandr Lukaschenko

          Belarus : Lukaschenko greift Deutschland wegen Sanktionen scharf an

          Der belarussische Staatschef bringt die Strafmaßnahmen des Westens in Verbindung mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren. In Richtung von Außenminister Maas fragt er, ob dieser ein „Erbe der Nazis“ sei.
          Stromtrasse in der Abendsonne im hessischen Hattersheim.

          F.A.Z. Frühdenker : Wie viel Strom benötigen wir 2030?

          Deutschland kämpft bei der EM ohne Regenbogen ums Weiterkommen. Der Verfassungsschutz befasst sich mit den Corona-Leugnern und Berlin ist noch sexy, aber nicht mehr arm. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
          EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (links) mit Kanzlerin Angela Merkel nach ihrem Treffen in Berlin

          Von der Leyen in Berlin : Die gütige Gabenbringerin aus Brüssel

          Ursula von der Leyen kommt aus Europas Hauptstadt nach Berlin. Neben monetären Zusagen in Milliardenhöhe bringt die EU–Kommissionspräsidentin auch noch viele freundliche Worte mit sich.
          „Ich habe das im Internet ganz anders gefunden“: Einen komplexen Beratungsbedarf bei einer Unternehmensnachfolge sollte man nicht mit einer Suche im Netz klären.

          Kolumne : Fünf Dinge, die als Unternehmensberater nerven

          „Ich habe das im Internet ganz anders gefunden.“ „Sie übersehen die bisher noch nicht genutzten Potentiale.“ „Ich kläre das mal für meine Frau.“ Solche Sätze nerven unseren Gastautoren, einen Unternehmensberater.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.