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Oktoberfest-Sicherheitskonzept : „Keine konkrete Gefahr für die Wiesn“

Polizisten auf dem Oktoberfest 2015. In diesem Jahr sollen rund 100 Beamte mehr im Einsatz sein. Bild: Reuters

Die Sicherheitslage für das Oktoberfest habe sich zwar nicht geändert. Trotzdem werde es mehr Polizisten, mehr Kontrollen und mehr Sanitäter geben, hieß es bei der Vorstellung des Konzepts.

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          Die Sicherheitslage für das Oktoberfest hat sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren nicht geändert. Diese Einschätzung teilte die Polizei in München am Mittwoch mit. „Konkrete Gefährdungshinweise“ lägen nicht vor. „Mit einer latenten Gefahr leben wir jetzt schon seit Jahren.“ Trotzdem wurde nach den Terrorakten von Ansbach und Würzburg und der Amoktat von München das Konzept noch einmal erweitert, nicht zuletzt, um dem „Sicherheitsbedürfnis“ der Besucher Rechnung zu tragen.

          Karin Truscheit

          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist ein kontrollierter Zugang zur Festwiese. So kann das Festgelände durch Absperrungen nicht mehr unmittelbar vom Ausgang des U-Bahnhofs „Theresienwiese“ betreten werden. Wie jedes Jahr kann das Gelände jedoch über einen direkten Zugang zu dieser U-Bahnstation wieder verlassen werden. Beim Zugang werden die Besucher nun jedoch zunächst zum Bavariaring und von dort durch Ordner zu weiteren Eingängen geleitet.

          Ein mobiler Sicherheitszaun über eine Strecke von 350 Metern soll zudem die Sicherheit im nordwestlichen Bereich des Geländes verstärken. Auf diese Weise wird ein Betreten des Geländes nur über die überwachten Eingänge ermöglicht. Allerdings kann die Festwiese jederzeit durch „Durchgangsstellen“ wieder verlassen werden. Zudem könne der Zaun in weniger als einer Minute „vollständig“ geöffnet werden, so dass man bei Bedarf das Gelände über diesen Abschnitt der Theresienwiese schnell verlassen könne, teilte die Polizei mit.

          Zwar ist für die Umsetzung des Konzepts in erster Linie der Veranstalter zuständig, also die Stadt München. Die Polizei wird aber den beauftragten Sicherheitsdienst bei den Einlasskontrollen „flankierend begleiten“. Rund 600 Polizisten, 100 mehr als 2015, werden demnach auf dem Festgelände und in der näheren Umgebung im Einsatz sein. An den Zugängen zur Festwiese und auf dem Gelände selbst sollen Polizeikräfte in Uniform und in Zivil Personen in Verdachtsfällen „selektiv“ kontrollieren. Als „wertvolles Hilfsmittel“ zum Erkennen und Bekämpfen von Straftaten führte die Polizei zudem 29Videokameras an, rund zehn mehr als im Vorjahr, die in diesem Jahr auf dem Festgelände installiert werden.

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